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Volk und Wirtschaft

Dirk Liesemer
Autor und Reporter

Dirk Liesemer arbeitet als freier Autor für diverse Magazine, darunter mare. Zwei Bücher: "Lexikon der Phantominseln" (2016) und "Aufstand der Matrosen" (2018). Foto: Jan Windszus

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Dirk Liesemer
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Montag, 10.12.2018

Kümmert euch um die ländlichen Regionen!

Der Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum arbeitet zu einem Thema, das der westlichen Politik derzeit um die Ohren fliegt, aber trotzdem kaum diskutiert wird: Wie wirken sich Globalisierung und technologische Umwälzungen in den einzelnen Regionen eines Landes aus? Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, um schwächere Regionen zu unterstützen? Vor allem ältere Menschen, die dort ihre Arbeit verlören, sagt Südekum, verließen oft nicht ihre Heimat, sondern nähmen lieber Jobs an, die deutlich schlechter bezahlt seien. Ohnmächtig beobachten sie zugleich, wie junge, gut ausgebildete Menschen nach Berlin und München abwandern. Was also tun? Ein Grundeinkommen einführen oder Subventionen an die verbliebenen Firmen zahlen? Beides hält Südekum für falsch: "Die Firmen nehmen diese Subventionen gerne mit, ohne messbaren Effekt." Und: "Die Menschen dürfen nicht zu Almosenempfängern werden." Stattdessen favorisiert er mehr Fachhochschulen auf dem Land und den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Beim Lesen wird klar: Es wird Zeit für massive Investitionen in den Regionen - notfalls auch zu Lasten der schwarzen Null. Und statt ständig über Migration zu streiten, sollten die Christsozialen besser wieder die ländlichen Regionen für sich entdecken.

Kümmert euch um die ländlichen Regionen!
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Kommentare 5
  1. Moritz Orendt
    Moritz Orendt · Erstellt vor 5 Monaten ·

    Tolles Interview!

  2. Martin Rasper
    Martin Rasper · Erstellt vor 5 Monaten ·

    Genau solche Dinge wären eigentlich die Aufgabe eines Heimatministers.

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · Erstellt vor 5 Monaten ·

      Das stimmt!

  3. Sigmar von Blanckenburg
    Sigmar von Blanckenburg · Erstellt vor 4 Monaten ·

    Ich habe im letzten Jahr wieder in meinem Heimatdorf gelebt und gemerkt, was das für eine Lebensqualität ist, sofern genug Einkaufsmöglichkeiten und brauchbare Mobilitätskonzepte vorhanden sind. Bedauerlicherweise stelle ich fest, dass sich gerade die Kirche, die auf dem Land so gut verwurzelt ist wie keine Institution sonst, sich in vielen Regionen zurückzieht. Das ist sehr kurzsichtig. Viele Probleme auf dem Dorf ließen sich durch die Digitalisierung gut lösen, von daher: Super-Tipp!

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · Erstellt vor 4 Monaten ·

      Wenn ich an mein Heimatdorf denke, zieht sich nicht nur die Kirche zurück. Auch andere Orte, wo sich Menschen treffen können, kämpfen traurigerweise ums Überleben oder haben schon aufgegeben, vom Gesangsverein über den Laden bis zur Dorfkneipe.