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Volk und Wirtschaft

Frank Lübberding
Journalist und Autor
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piqer: Frank Lübberding
Donnerstag, 11.04.2019

Können die USA den Handelskrieg mit China gewinnen?

Die Handelspolitik des amerikanischen Präsidenten gilt in den Augen der meisten Beobachter als ein Desaster. Es stellt sich allerdings bisweilen die Frage, ob das mehr mit der Abneigung gegenüber Donald Trump zu tun hat, als mit nachvollziehbarer Kritik an seiner Politik. Wie schwierig der Umgang mit China ist, haben gerade erst die Gespräche der EU mit Peking bewiesen. Chinas Autokraten werden sich auch nur deshalb bewegt haben, weil sie nach dem Konflikt mit den USA keinen weiteren Krach mit Brüssel brauchen. In diesem Artikel mit dem Titel "How the US Can Win Its Trade War With China. History provides the blueprint for a winning deal" wird die Strategie von Trump historisch eingeordnet. Arjun Kapur zeigt, wie der berüchtigt gewordene "Smoot Hawley Tariff Act" aus dem Jahr 1930 in ein weltwirtschaftliches Desaster führte. Oder die Embargopolitik des amerikanischen Präsidenten Franklin Roosevelt gegenüber dem kaiserlichen Japan letztlich zum Angriff auf Pearl Harbor am 6. Dezember 1941 führte. Als erfolgreich sieht er dagegen die Politik Richard Nixons an, der im Jahr 1971 die Goldbindung des Dollars aufhob – und damit seine europäischen Verbündeten desavouierte. Am Ende des Artikels benennt Kapur die Voraussetzungen für einen Erfolg Trumps:

"Finally, Trump and his advisers should understand the need to devise clear, limited aims that they deem achievable through targeted measures and negotiations. They should identify and choose policies sharp enough to produce concessions, but restrained enough to avoid presenting the Chinese leadership with a binary choice of face-losing surrender or vicious retaliation. If the Trump administration instead goes after a symbolic, total victory, America may find itself forced to accept an embarrassing defeat."

Das ist die Bereitschaft zum Kompromiss, unter Verzicht auf eine Demütigung des Kontrahenten in Peking. Ein wichtiger Hinweis, der nicht nur im Fernen Osten berücksichtigt werden sollte. Zurück zum Brexit.

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