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Volk und Wirtschaft

Thomas Wahl
Dr. Phil, Dipl. Ing.
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piqer: Thomas Wahl
Samstag, 01.06.2019

Interessen und Ideale

Die Erfahrungen des Autors in Diskussionen mit durchaus sympathischen, wohlmeinenden Menschen, sind auch die meinen. Die Rettung der Welt, der kolumbianischen Kleinbauern und/oder aller benachteiligten Gruppen überhaupt, erscheint wichtiger als die Stabilität, die wirtschaftlichen Grundlagen der eigenen Gesellschaft. Die geglaubten Idealvorstellungen dominieren die Realität und die eigenen Interessen. Das führt zu der Frage: 
Was bedeutet es eigentlich, wenn sich politisch engagierte Menschen nicht mehr für ihre eigenen Interessen und die Belange ihres politischen Verbands einsetzen, sondern für ein imaginiertes Fürsorgeobjekt in einem fremden Erdteil? Was bedeutet das insbesondere für die Funktionsweise politischer Repräsentation, die doch den Kern unseres Demokratieverständnisses bildet?

Und ich frage mich auch, was bedeutet das für eine Volkswirtschaft, deren Aufgabe eigentlich darin besteht, die Ressourcen für die Zukunft unserer Enkel zu erarbeiten. Im Grund genommen beinhalten die Handlungsaufträge, die Bürger mit diesen Gesinnungen an die Politiker, geben unmöglich zu realisierende Ziele. Es bilden sich zunehmend symbolische Repräsentationsbeziehungen zwischen Volk und  politischen Repräsentanten. 

Da Ziele und Mittel auseinanderklaffen, gibt es nichts, was ein Repräsentant tun könnte, um sein Mandat zu erfüllen. Keine deutsche Regierung ist in der Lage, das Klima zu retten, die „Fluchtursachen“ in Afrika zu beseitigen oder die Lebensverhältnisse der kolumbianischen Bauern zu verbessern. Deshalb bleibt den Repräsentanten eigentlich nur eine Möglichkeit: das politische Handeln einzustellen und sich auf das Symbolische, das Zurschaustellen einer „Haltung“, zu beschränken. 

Das führt letztendlich zur reinen Simulation von Politik. Besonders fatal, wenn diese auf Realpolitik anderer Akteure, wie etwa China, trifft. Und der Zerfall unserer wohl geordneten Parteienlandschaft zeigt, verschiedene Wählergruppen merken auch, um ihre Interessen geht es gar nicht.

Interessen und Ideale
5,7
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Kommentare 2
  1. Leopold Ploner
    Leopold Ploner · Erstellt vor 4 Monaten ·

    Nun ja, der Artikel bedient das bekannte Klischee von den Grünen Idealisten, denen der Kleinbauer in Kolumbien wichtiger ist als die Probleme der eigenen Gesellschaft. Im täglichen Leben sehe ich aber das genaue Gegenteil. Die, die sich für Fair Trade und globale Gerechtigkeit engagieren, sind größtenteils auch die, die sich vor Ort politisch, sozial und ökologisch einsetzen. Von denen, die gerne schwadronieren, dass man „unseren Leuten zuerst“ helfen müsse, sehe ich im Ort wenig Engagement.

  2. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · Erstellt vor 3 Monaten ·

    sehe ich nicht ganz so. wieso sollten bundesdeutsche politiker keinerlei einfluss auf globale Entwicklungen haben? kommunale haben doch auch Beteiligungsmöglichkeiten Std kreis land brd.

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