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Volk und Wirtschaft

Christian Odendahl
Wirtschaftspiqster
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piqer: Christian Odendahl
Mittwoch, 13.04.2016

Handel, der allen hilft

Dani Rodrik, globalisierungsskeptischer Harvard-Ökonom, nimmt sich in diesem Text des Protektionismusarguments gegen Bernie Sanders an. Denn das Problem von Sanders und Co. ist, dass ihre Gegnerschaft gegen Handelabkommen gegen sie verwendet wird: sie würde auf Kosten der Armen der Welt die USA abschotten, was gefährlich für Linke ist.

Rodrik zeigt, dass dieses Argument falsch ist:

  • Handelsabkommen, die ärmere Staaten zur verfrühten Marktöffnung zwingen, können diese Staaten wichtiger wirtschaftspolitischer Mittel berauben. China hätte unter WTO-Regime (sind erst 2001 beigetreten) nicht so wachsen können, sagt er.
  • Die Wachstumsmärchen in China und anderswo sind trotz moderater Handelshemmnisse möglich gewesen. 

Sein Alternativvorschlag:

The time has come to embrace a different logic, that of “exchange of policy space.” Poor and rich countries alike need to carve out greater space for pursuing their respective objectives. The former need to restructure their economies and promote new industries, and the latter must address domestic concerns over inequality and distributive justice. This requires placing some sand in the wheels of globalization. 
Handel, der allen hilft
8,6
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Kommentare 1
  1. Gurdi (Krauti)
    Gurdi (Krauti) · vor mehr als einem Jahr

    Interessante Sicht auf die Dinge. Ein wichtiger Text der verdeutlicht dass "Freihandel" nicht immer zum wohle Aller gereicht.