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Volk und Wirtschaft

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer

Gute Zusammenfassung: Warum sich der Finanzsektor in den kommenden Jahren radikal verändern wird.

Lasst euch von der bescheuerten Überschrift und dem Bild mit Wordart-Charme nicht abschrecken: Der Text bietet einen guten  und faktenreichen Überblick über eine Branche im Umbruch. 

Crowdinvesting

Ab kommendem Jahr wird es aufgrund gelockerter Regulierungsvorschriften (JOBS Act) in Amerika möglich sein, über Crowdfunding Anteile an Unternehmen zu erwerben. 

Crowdlending / Peer-to-Peer-Lending

Wer einen Privatkredit im Umfang einiger tausend Dollar sucht, ist nicht länger auf Banken angewiesen. Auf Plattformen wie Lending Club verleihen Privatpersonen Geld an Fremde (häufig zu zweistelligen Zinssätzen).

Vermögensverwaltung / Robo-Adviser

Das aktive Verwalten von Aktien-Portfolios ist eine komplizierte und stressige Angelegenheit. Bislang haben Privatanleger daher auf Anlageberater und Fondsmanager gesetzt - und dafür hohe Gebühren in Kauf genommen. Plattformen wie Wealthfront versuchen deren Arbeit nun durch Algorithmen zu ersetzen. Kunden geben ihre Risikobereitschaft an und investieren einen bestimmten Betrag. Den Rest übernimmt die Software - zu einem Bruchteil der Kosten. 

Aktien als Treueprämie

Statt mit Gratis-Kaffees und Freiflügen, könnten treue Kunden bald mit Unternehmensaktien belohnt werden. Loyal3 möchte den Vertrieb von Aktien so sehr vereinfachen, dass sie als Zahlungsmittel und Treueprämie alltäglich werden. 

Was der Artikel überraschenderweise unerwähnt lässt, sind virtuelle Währungen wie Bitcoins, die mittelbar die wohl größte Herausforderung darstellen - nicht nur für Banken, auch für Regierungen. Diese diskutieren folglich gerade intensiv Möglichkeiten, virtuelle Währungen zu verbieten. Bitcoins fungieren somit als eine Art Kanarienvogel in der Kohlemine. Auch wenn Technologie und mangelndes Vertrauen auf Kundenseite keine Hürden mehr darstellen: Regulierungsbehörden haben immer noch die Macht, das Treiben (zumindest kurzfristig) sofort zu beenden. Uber ist dafür ein gutes Beispiel und die Überschrift damit vielleicht doch gar nicht so bescheuert. 

Gute Zusammenfassung: Warum sich der Finanzsektor in den kommenden Jahren radikal verändern wird.

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Kommentare 2
  1. Georg Wallwitz
    Georg Wallwitz · vor etwa einem Jahr

    Es würde ja schon reichen, wenn einer dieser Trends sich durchsetzen würde. Alle werden es nicht schaffen. Rob-Advisory hat etwa so schmale Margen, dass die entsprechenden Firmen gigantische Summen anziehen müssten, um überhaupt profitabel zu sein. Da ist dann nicht platz für zwei oder drei Spieler.
    Und Aktien als Treueprämie ... wie im Kommentar erwähnt, ist das Konzept noch nicht ausgereift.
    Die größte Umwälzung könnte tatsächlich Bitcoin bringen. Nicht so sehr aus ökonomischen Gründen als vielmehr, weil immer mehr Länder, von China bis zum Iran, sich aus einem von den USA dominierten Finanzsystem ausklinken möchten.

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor etwa einem Jahr

      Sehr erhellend. Vielen Dank!
      Der Kampf gegen ein US-dominiertes System erstreckt sich weit über die Grenzen des Finanzsystems. Die komplette technologische Infrastruktur (vulgo: Das Netz) Land für Land und Stück für Stück auseinandergenommen. Bleiben darf, was den politischen und wirtschaftlichen Interessen entspricht. Geblockt oder verändert wird, was diesen Interessen nicht entspricht. Fragmentierung und Konzentration halten sich in etwa die Waage. Noch. Es bleibt spannend.

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