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Volk und Wirtschaft

Fortschritt in der Krise

Frank Lübberding
Journalist und Autor
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Frank LübberdingDienstag, 07.04.2020

In der vergangenen Nacht ist Boris Johnson wegen seiner Covid-19-Erkrankung auf die Intensivstation eingeliefert worden. Seine Ärzte verzichten bisher nach übereinstimmenden Medienberichten auf eine invasive Beatmung. In diesem Interview mit dem Pneumologen Thomas Voshaar geht es natürlich nicht um den Gesundheitszustand des britischen Premierministers. Er wird bestimmt in guten Händen sein. Vielmehr um die Erfolgsaussichten bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. Auf die Zweifel an der bisherigen Priorisierung der invasiven Beatmung wurde schon hingewiesen. Heute berichtet Voshaar in der FAZ über seine Erfahrungen mit dieser "tückischen" Form der Lungenentzündung, "bei der Komplikationen und der zeitliche Verlauf so schwer kalkulierbar und variantenreich sind." Sie fasst Voshaar so zusammen:

Wir haben Anfang April 29 Patienten behandelt und davon 19 schon entlassen, mittlere Liegezeit sieben Tage. In der Lungenklinik hier in Moers im Bethanien-Krankenhaus machen wir bei allen Patienten schon bei Aufnahme eine Computertomographie (CT) der Lunge. Alle hatten die charakteristischen beidseitigen Lungenentzündungen. Nur einen Patienten mussten wir intubieren, er kam mit schweren Grunderkrankungen. Wir haben zum Glück noch keinen Todesfall ... Das CT ist bei diesen schweren Fällen das entscheidende diagnostische Mittel, weit zuverlässiger als der Corona-Test. Wir mussten feststellen, dass es viele falsch-negative Tests gibt. Vielen Covid-19-Patienten konnten wir mit der Sauerstoffgabe durch die Nase und der nichtinvasiven Beatmung mit Atemmaske gut helfen. Natürlich müssen Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung sowie Herz- und Kreislauffunktionen eng überwacht werden. Damit uns nicht vorgeworfen wird, dass unsere Patienten nur überlebt haben, weil sie schwach erkrankt gewesen seien, dokumentieren wir den Krankheitsverlauf.

Wissenschaft ist die Überprüfung der angewandten Methoden auf empirischer Grundlage. Darauf beruht auch der medizinische Fortschritt. Daran werden sich die Intensivmediziner selbstredend beteiligen, indem sie ihre Behandlungsergebnisse in gleicher Weise transparent zur Verfügung stellen. Schließlich eint alle Ärzte ein gemeinsames Interesse: Möglichst vielen Menschen das Leben zu retten. Boris Johnson wünschen wir gute Besserung.

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Kommentare 1
  1. Wiebke Reißig-Dwenger
    Wiebke Reißig-Dwenger · vor 12 Monaten

    Es wäre schön, wenn man die empfohlenen Artikel der FAZ auch einzeln (kostenpflichtig) lesen könnte. Denn ich kann nicht für alle interessanten Zeitungen ein Abo abschließen. Daher ja die tolle Möglichkeit der Themenauswahl bei piqd. Vielleicht könnt ihr die Zeitungen immer wieder darauf hinweisen, dass man zunehmend gern einzelne, thematisch interessante Artikel liest. Natürlich gegen Bezahlung, aber nicht für einen Monats-Abo-Preis.

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