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Volk und Wirtschaft

Das Haus des Nichts – wer den Kryptomarkt zu Fall brachte

Rico Grimm
Journalist
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Rico GrimmDienstag, 16.08.2022

Es ging ja überall bergab, aber nirgendwo mit solcher Wucht wie an den Kryptomärkten. Zurzeit dümpelt Bitcoin über dem alten Allzeithoch bei 24.000 Dollar herum. Interessant bei diesem Abverkauf war, dass die Kryptos nicht auf positive Signale vom Aktienmarkt reagierten. Was sonst immer der Fall war. Warum taten sie es nicht?

Weil im Hintergrund sehr große Verkäufer unterwegs waren. Nun kommt langsam auch ans Licht, wer das war. Allen voran Three Arrows Capital, ein Hedgefonds, der dank seines ausgezeichneten Rufes Hunderte Millionen unbesicherter Kredite von anderen großen Institutionen der Kryptowelt bekam – und die wiederum in hochriskante, andere würden sagen verzweifelte Wetten auf steigende Kurse setzte.

Am Ende hatten die Gründer des Hedgefonds ein System gebaut, in dem die Kredite des Einen dazu genutzt werden mussten, die Kredite des Anderen zurückzuzahlen. Ein Paradebeispiel für ein Pyramidensystem.

Der Text, den ich heute empfehle, nimmt uns mit ins Innere dieses Hedgefonds, so gut es eben geht, wenn die Gründer abgetaucht sind, weil sie mutmaßlich Angst vor der Mafia haben.

Mehrere Dinge fallen auf: Erstens, die sogenannten Profis agieren wie 19-jährige YouTube-Trader. Nicht alle, aber manche eben doch. Zweitens, das alles war nur möglich, weil keine Transparenz über die Kredite herrschte. Hätten die Firmen voneinander gewusst, dass sie alle Three Arrows Geld leihen, hätten sie es wohl nicht gemacht. Das ist ein elementarer Unterschied zu Kreditprotokollen, bei denen jeder sehen kann, wer welchen Kredit hat. Drittens ist interessant, wie konsequent die Hedgefonds-Gründer soziales bzw. kulturelles Kapital in finanzielles Kapital umwandeln konnten: Aggressive Social-Media-Auftritte waren Teil der Strategie und haben ihnen die Reputation für die Kredite verschafft.


Absolut unwichtiges Detais, aber witzig: Einer der Gründer tradete am Anfang seiner Karriere halb nackt in den Hong-Kong-Büros von Credit Suisse.

Das Haus des Nichts – wer den Kryptomarkt zu Fall brachte

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Kommentare 3
  1. Sebastian Strub
    Sebastian Strub · vor 2 Monaten

    irreführender Titel. Der "Krypto-Markt" ist grösstenteils alive and well: Bitcoin-Transaktionen werden seit 13 Jahren ohne Unterbruch oder Downtime durchgeführt (https://bitcoinmagazin...). Und die Exchanges arbeiten soweit auch normal.
    Was vielleicht nachhaltig geschädigt wurde ist der Markt für intransparente Ponzi schemes windiger Internet-Abzocker.

    1. Rico Grimm
      Rico Grimm · vor 2 Monaten

      Jemanden zu Fall bringen, heißt nicht, ihn umzubringen.

  2. Dominik Lenné
    Dominik Lenné · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

    Man schreibt, "the larger crypto crash of 2022, as market chaos and forced selling sent bitcoin and other digital assets plunging 70 percent or more, erasing more than a trillion dollars in value." Marktkapitalisierung ist eine bloße Zahl, kein Wert. Niemand kann es essen, damit herumfahren, darin wohnen oder sonst irgendetwas praktisches damit machen. Man kann damit solche Dinge kaufen - aber nur zu einem Bruchteil, denn Verkauf senkt den Preis und der "Wert" löst sich auf. Na ja, Finanzsprech halt.
    Im Übrigen bin ich immer wieder erstaunt, wieviel reale Werte die Finanzindustrie aufsaugt (Villen, Yachten...) und für welchen gesellschaftlichen Nutzen?

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