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Uwe Baltner
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Dienstag, 06.11.2018

Uber, Lyft und die Frage: Gibt es überhaupt gute Unternehmen?

2017 weigerten sich die Taxifahrer in New York, den Flughafen JFK anzufahren – aus Protest gegen den von Donald Trump verhängten Einreisestopp für Menschen aus Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung. Der App-gesteuerte Taxiservice Uber machte da nicht mit, was ihm den Twitter-Shitstorm #DeleteUber einbrachte. Rivale Lyft nutzte die Gelegenheit, sich zu positionieren und versprach der Amerikanischen Bürgerrechtsvereinigung eine Millionenspende. Viele Nutzer wechselten daraufhin von Uber zu Lyft. Doch auch dieses Unternehmen hat seine Schattenseiten. Das zeigt Jacobin-Autorin Meagan Day und wirft eine spannende Frage auf: Können Unternehmen grundsätzlich gut sein, obwohl ihr ureigentlicher Zweck die Gewinnmaximierung ist? Auch in Deutschland gibt es ja Firmen, die scheinbar gesellschaftliche Verantwortung, Umweltbewusstsein und/oder das Wohl der Mitarbeiter über den Profit stellen. Der Beitrag differenziert Pro und Contra nicht bis ins Detail aus, bietet aber einen einfach verständlichen Denkansatz. Wie wir unser Konsumverhalten gestalten, wird nicht vorgeschrieben. Aber sicher ist: Etwas grübeln vor der Entscheidung schadet nicht.

Uber, Lyft und die Frage: Gibt es überhaupt gute Unternehmen?
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Kommentare 6
  1. Moritz Orendt
    Moritz Orendt · vor etwa einem Monat

    Danke, gute Empfehlung.

    Im Falle von Lyft hat der Autor sicherlich recht. Und auch bei allen börsennotierten Firmen. Grundsätzlich denke ich aber schon, dass es Unternehmen gibt, die gesellschaftliche Verantwortung und Umweltbewusstsein über die Profit-Maximierung stellen. Einfach, weil es die Eigner so wollen. Ein Beispiel, dass ich gut kenne: piqd ;-)

  2. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor etwa einem Monat

    Mich wundert es immer, warum "social impact Unternehmertum" so schwer zu denken ist. Dabei geht es mitnichten immer nur um den Kunden und seine Kaufentscheidung, sondern erstmal auch um das Unternehmen und seine Investoren. Handeln hier Menschen, die bereit sind eine begrenzte, qualitative Lösung anzubieten oder handeln Menschen, die sich grundsätzlich auf das "capitalism race" einstellen, also auf Verdrängung aus sind und auf stetiges, quantitatives Wachstum. In letzterem Fall kommt man mit allen guten Vorsätzen an seine Grenzen. Aber es ist natürlich möglich ein Unternehmen strukturell schon so aufzustellen, dass ein sozialer, gemeinwohlökonomischer oder sonst wie gesellschaftlich mehrwertiger Ansatz nicht verhandelbar ist. Und der kann ja auch Teil des Angebotes an den Kunden sein. Gerade im Digitalen bietet sich die Chance ein Geschäft darauf zu basieren, das man versucht vielen Marktteilnehmern (nicht nur den Kunden) einen Mehrwert anzubieten. So eine Unternehmung wird im Erfolgsfall vielleicht nicht den fettesten Exit generieren, aber dafür natürlich besonders stabil sein.

  3. Uwe Baltner
    Uwe Baltner · vor etwa einem Monat

    Beispiele gibt es tatsächlich, etwa Sina Trinkwalder mit manomama, die Menschlichkeit über Gewinnstreben setzt. In einem begrenzten Rahmen klappt das durchaus, denke ich, aber nicht, wenn ich als Unternehmer den globalen Markt ins Auge fasse. Oder wenn ich unbedingt eine Dienstleistung (Transport) günstiger anbieten will als der Wettbewerb.

    1. Moritz Orendt
      Moritz Orendt · vor etwa einem Monat

      Klar, globale Marken, die gemeinwohlorientiert handeln, sind sehr dünn gesät.

      Zwei die mir dennoch spontan einfallen und deren Verantwortungserklärungen für mich ernst gemeint klingen und nicht nur Marketing sind:

      Patagonia (de.wikipedia.org/wiki/Pata...)
      Kickstarter (www.kickstarter.com/blog/kick...)

    2. Uwe Baltner
      Uwe Baltner · vor etwa einem Monat

      @Moritz Orendt Sehr gut, danke. Wo wir schon bei Outdoor-Klamotten sind, VAUDE sitzt am Bodensee und hat wohl auch ein sehr gutes Image. Mich würde interessieren, ob es in den USA keine Beispiele gibt, oder ob die Autorin sie der Gesamtaussage geopfert hat...

    3. Moritz Orendt
      Moritz Orendt · vor etwa einem Monat

      @Uwe Baltner Kickstarter kommt ja aus den USA. Ich bin mir sicher, dass es auch noch andere Beispiele gibt. Aber grundsätzlich würde ich der Autorin schon zustimmen, dass Haltung oft vor allem Marketing ist, insbesondere bei einer bis zur Oberkante Unterlippe mit Risikokapital vollgestopften Firma wie Lyft.