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Volk und Wirtschaft

Weltwirtschaft

Wir bestellen französische Bücher bei einem amerikanischen Online-Versandhändler, wir kaufen griechischen Wein bei uns im Viertel und genießen in unserem Lieblingsitaliener vietnamesische Meeresfrüchte, die in China verarbeitet wurden. Wir wirtschaften in einer Weltwirtschaft.

Weitere Informationen zum Thema Weltwirtschaft

Bei der Weltwirtschaft handelt es sich um die weltweiten und somit grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Beziehungen in Bezug auf alle staatlichen Volkswirtschaften. Dazu zählen der Rohstoffhandel, dessen Verarbeitung zu Halbfertig- und Fertigprodukten, die Finanzdienstleistungen, allen voran die Börsen und Banken, die sozialen und humanitären Dienstleistungen, die Landwirtschaft mit ihren weltweiten Vermarktungskanälen, das weltweite Versand- und Kommunikationswesen, die Transportwege zu Lande, zu Wasser und in der Luft (die weltweite Logistikbranche) aber auch Forschung und Technik für eine (bessere) Zukunft. Aus all diesen Bereichen ergibt sich ein weltweiter Arbeitsmarkt, der einerseits eine stete Spezialisierung und andererseits eine zunehmende Globalisierung (Mobilität) der arbeitenden Bevölkerung rund um den Globus abverlangt.

Nicht zu vergessen sind die rechtlichen und humanitären Gesetze und Regelungen, die einerseits dem jeweiligen Land zuzuordnen sind andererseits aber auch im weltweiten Geschehen global ineinandergreifen müssen, damit möglichst reibungslose Abläufe garantiert werden können. Zusammenfassend spricht man offiziell von einem Rohstoff- und Gütermarkt, dem Finanz- und Arbeitsmarkt sowie dem Informationsmarkt.

Der Begriff bipolare Weltwirtschaft bezeichnet im 19. Jahrhundert die sich wandelnde Bedeutung von Europa und Nordamerika gemeint. Auf das 20. Jahrhundert bezogen betreffen die Veränderungen die westlichen Industrienationen einerseits und des RGW andererseits. Mit dem Begriff tripolare Weltwirtschaft kamen als Kernzonen Ostasien, Nordamerika und Europa hinzu. Es handelt sich dabei um einen Prozess, der sich noch vor der letzten Jahrtausendwende vollzog.

Die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft finden sich zum einen in den WTO-Verträgen aber auch in den Zoll- und Währungsabkommen, der Europäischen Zahlungsunion sowie der GATT (General Agreement on Tariffs and Trade, abgeschlossen am 30. Oktober 1947) und der in Paris ansässigen OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development, gegründet am 30. September 1961 als Nachfolgeorganisation der Organisation für europäische und wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Heute sind unter dem Dach der OECD 34 Mitgliedsländer zusammengefasst. Ihr Vorgänger war die nach dem zweiten Weltkrieg gegründete OEEC (Organisation for European Economic Co-operation). Der OECD obliegt die Koordinierung der Wirtschafts-, Handels- und Entwicklungspolitik.

Die Weltwirtschaft wird eindeutig von den großen Industriestaaten geprägt. Allen voran durch die Europäische Union. Sie hält mehr als ein Drittel. Der afrikanische Sektor, exklusive dem Nahostbereich, ist gerade mal mit 2 bis 3 % beteiligt. Eine zunehmend wichtige Rolle übernehmen die Emerging markets. Insbesondere die Volksrepublik China. Nicht zu vergessen die Tigerstaaten Südkorea, Taiwan und Singapur, die sich wirtschaftlich in einer enormen Geschwindigkeit weiterentwickelt haben und dies auch weiterhin tun. Auch die Sonderverwaltungszone Hongkong gehört dazu. Sie alle haben sich von einem Entwicklungsland zu Industriestaaten entwickelt.