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Volk und Wirtschaft

Thomas Wahl
Dr. Phil, Dipl. Ing.
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piqer: Thomas Wahl
Donnerstag, 15.08.2019

Big Data für die Planwirtschaft?

Die Idee, dass sich mit genügend schnellen und großen Computern eine sozialistische Planwirtschaft realisieren ließe, ist nicht neu.

Die Klassiker der liberalen Ökonomie – Friedrich August von Hayek zum Beispiel – brachten gegen die Planwirtschaft vor allem einen steuerungstheoretischen Einwand vor: Der Planer verfügt nie über bessere Echtzeitinformationen als der Markt. Der Staat weiss nicht, wie viele Fahrzeuge, Toaster und Türgriffe produziert werden müssen, damit der gegenwärtige Bedarf gedeckt ist.

So hatte der polnische Ökonom Oskar Lange 1967 die Idee einer «elektronischen Analog-Maschine», die Marktmechanismen nach dem Trial-and-Error-Prinzip simulieren sollte. In Chile wurde unter Präsident Allende sogar die computergestützte Steuerung der Ökonomie probiert. Nun ist z. B. Alibaba-Chef Jack Ma der Meinung, man könne mit Big Dat die unsichtbare Hand des Markts zu finden. Soll und kann KI nun das Ende des Kapitalismus einleiten? 

Aber waren die fehlende Verfügbarkeit und Beherrschung der Informationen überhaupt die Ursache für das Scheitern von Sozialismus? Oder war es nicht eher die fehlende Produktivität, die es real nicht erlaubte, genug Güter zu produzieren, um vorhanden Bedürfnisse zu befriedigen? Es war nicht die Verteilungsseite, die versagte, es war die Dynamik. Hatte man doch durch die Planwirtschaft auch die Kreativität und den Antrieb der Menschen eliminiert. Oder wie der Autor meint:

Der Traum einer computerisierten Kommandowirtschaft ist vor allem auch der Traum eines perfekt beherrschbaren und berechenbaren Individuums, das nur noch etwas wollen soll: konsumieren.

Nichtsdestotrotz wird die Informationstechnik helfen mehr Effizienz und Rationalität in eine dezentrale Wirtschaft zu bringen. Aber wahrscheinlich nicht auf der Ebene von Zentralplanung.

Big Data für die Planwirtschaft?
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