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Florian Meyer-Hawranek
Head of Content, PULS

Redakteur bei PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks | u.a. für den Podcast "Einfach machen" und die Reportagereihe "Die Frage" | davor: Reporter für Fernsehen, Hörfunk und Print u.a. für quer | unterwegs in München, im Netz und in Lateinamerika

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piqer: Florian Meyer-Hawranek
Donnerstag, 11.10.2018

Heißes Sexsymbol, dummes Spielzeug: Kann man als Frau Popmusik lieben, die Frauen herabwürdigt?

Musikbusiness und Frauen - immer mal wieder eine schwierige Beziehung. Und zwar nicht erst seit Deutschrap. Wobei sich auch da gerade etwas verändert. Von Seite der Macherinnen. Was aber, wenn man einen Song mag, der eigentlich problematische Rollenbilder transportiert. Was ist also mit der Fan-Perspektive - allen voran von Frauen?

"Wenn Rolling Stones, Elvis Costello oder Tupac über Frauen singen, dann kommen gerne ganz betrüblich gestrige Rollenbilder an die Oberfläche: Wer genau hinhört, der muss sich plötzlich mit Verachtung, Rachefantasien und sogar Hass gegen Frauen auseinandersetzen", analysiert Klaus Walter. Trotzdem sind die Songs Hits. Irgendwie logisch: Auch viele Frauen mögen sie. Aber warum eigentlich? Antworten auf diese Frage suchen zahlreiche Autorinnen, Musikjournalistinnen, Fans in einem Essayband: In "Under my Thumb" denken sie über ihr Verhältnis zum Pop und seinen männlichen Protagonisten nach und wie sie ganz persönlich Songs hören können - und das auch zum Teil irgendwie gerne - die von Verachtung gegen Frauen erzählen.

Das Buch, das hinter der Sendung steckt und deren Grundlage bietet, ist nicht neu: Der Sammelband "Under My Thumb" der Musikjournalistin Manon Steiner und Kolleginnen ist bereits bei piqd vertreten - unter der sehr passenden Überschrift: "Von AC/DC bis Van Halen: Darf man eine Band noch mögen, wenn sie abgrundtief sexistisch ist?" Aber mal ehrlich: Als Text - auch wenn er vom Guardian ist - macht die Auseinandersetzung mit Musik nicht mal halb so viel Spaß. Deshalb unbedingt diesen schlauen Podcast hören.

Das hier sind 10 Songs, teils von Legenden, die nicht in Verdacht stehen, ausnahmslos Frauenhasser zu sein. In ihren Songs meinen sie es nicht immer gut mit Frauen, aber trotzdem üben diese Tracks eine Faszination aus – gerade auch auf das weibliche Geschlecht. 10 Erklärungsversuche.

Wer möglichst schnell zum Podcast will, klickt am besten hier.

Heißes Sexsymbol, dummes Spielzeug: Kann man als Frau Popmusik lieben, die Frauen herabwürdigt?
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