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Katrin Rönicke
Autorin und Podcasterin
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piqer: Katrin Rönicke
Freitag, 21.07.2017

Fethullah Gülen im Interview bei NPR

Die Türkische Regierung macht eine Verschwörung dieses Mannes, den sie zum Feind erklärt hat, verantwortlich für den Putschversuch 2016, bei dem 200 Menschen ums Leben kamen. Aber was sagt der eigentlich dazu? Und wer ist dieser Fethullah Gülen? Was will er? Wie lebt er?

NPR hat es geschafft, Gülen zu interviewen. In diesem Interview erklärt dieser, dass er nicht nur mit dem Putschversuch nichts zu tun hat, sondern darüber hinaus immer schon gegen jede Art von Putsch war. Auch bietet er einen subjektiven Einblick in seine persönliche Geschichte mit Erdogan: Warum sind die beiden ehemaligen politischen Weggefährten auseinander gegangen? Warum wendete sich Erdogan gegen Gülen? Warum lebt Gülen heute in den USA?

In knappen zehn Minuten kommt er hier zu Wort, der Mann, der angeblich für all das Leid und für den Tod Hunderter, wenn man Erdogan glaubt sogar Tausender, verantwortlich sein soll. Fethullah Gülen, der Sündenbock der türkischen Regierung. Und er ist nicht gerade milde, wenn er sagt:

"If they ask me what my final wish is, I would say the person who caused all this suffering and oppressed thousands of innocents, I want to spit in his face."

Man muss keine Türkei-Expertin sein, um zu wissen, wer hiermit gemeint ist.

Fethullah Gülen im Interview bei NPR
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Kommentare 2
  1. Emran Feroz
    Emran Feroz · vor 6 Monaten

    Ich finde, in seinen Interviews macht Gülen sehr deutlich, wie manipulativ er sein kann. Klar, die Version der Erdogan-Regierung zu ihm ist zweifelhaft und unglaubwürdig. Doch ich denke, dass das genaue Gegenteil (also das, was er behauptet) ebenso falsch ist. Es liegt nahe, dass Gülen-nahe Akteure in der Türkei gewisse Führugsrollen übernehmen wollten. Ich kenne sehr viele Deutsch-Türken, die Mitglieder der Gülen-Bewegung sind. Die haben nun alle Angst, in die Türkei zurückzukehren. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass Gülen und Erdogan in den Tagen der Gezi-Proteste noch zusammenhielten. Die Repressionen, die schon damals begannen, wurden auch von Gülen-Anhängern unterstützt - bis es sie selbst traf. Im Grunde genommen schon sehr heuchlerisch.

  2. Markus Romes
    Markus Romes · vor 5 Monaten

    sehr gut und wichtig, dass Ihr den Mann zu Wort kommen lasst. Das trauen sich zu wenige.