Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Pop und Kultur

"Unbelievable": Endlich eine Serie, die mit dem Thema Vergewaltigung angemessen umgeht

Ulrike Klode
Freie Journalistin und Trainerin für Podcast-Entwicklung + Innovationsmanagement
Zum User-Profil
Ulrike KlodeMontag, 30.09.2019

Eigentlich ist „Unbelievable“ eine typische Krimiserie: Ein Verbrechen passiert, die Polizei ermittelt, mehrere Hindernisse tauchen auf, es gibt falsche Verdächtige, am Ende wird ein Täter gefunden. Doch obwohl die Netflix-Serie einem bekannten Muster folgt, ist sie doch etwas Besonderes: Denn sie zeigt, wie man das Thema Vergewaltigung angemessen in einer Serie umsetzen kann. Allzu oft habe ich den vergangenen Jahren Serien gesehen, die Vergewaltigungsszenen als Instrument einsetzen - entweder, um Entwicklungen ins Rollen zu bringen oder um einen bestimmten Charakterzug einer weiblichen Figur zu erklären. Auf solche Art eingesetzt, wird das Thema banalisiert, werden die Opfer sogar verhöhnt. „Unbelievable“ hingegen rückt eine Reihe von Vergewaltigungen in den Mittelpunkt, gibt den Opfern und ihren Erfahrungen viel Raum; zeigt zusätzlich, welche strukturellen Probleme es bei der Aufklärung von Vergewaltigungen gibt; und verzichtet auf die Tätersicht in den Gewaltszenen. 

Die Serie beruht auf einer wahren Geschichte, die durch zwei Reporter von ProPublica 2015 ans Licht kam (dafür gab's den Pulitzer-Preis). Alles beginnt damit, dass die 18-jährige Marie Adler eine Vergewaltigung anzeigt, im Laufe der Ermittlungen aber Zweifel laut werden, ob sie wirklich Opfer eines Verbrechens wurde. 

„Unbelievable“ zeichnet in 8 spannenden und dichten Folgen ein vielschichtiges Bild dieser jungen Frau und etabliert gleichzeitig ein interessantes feministisches Ermittlerinnen-Duo, das von Merritt Wever und Toni Collette großartig verkörpert wird. 

„Unbelievable“ ist bei Netflix verfügbar. 

Wer vor dem Einschalten mehr wissen will: Ich kann die „Süddeutsche Zeitung“-Kritik von Patrick Heidmann empfehlen, zusätzlich ein Interview mit Showrunnerin und Drehbuchautorin Susannah Grant bei „Vulture“. Und wer mehr von mir darüber lesen will, was beim Umgang mit Vergewaltigung in Serien falsch läuft und was „Unbelievable“ richtig macht, findet meinen Text dazu bei DWDL.de.

"Unbelievable": Endlich eine Serie, die mit dem Thema Vergewaltigung angemessen umgeht

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 1
  1. Nutzer gelöscht
    Nutzer gelöscht · vor mehr als 2 Jahre

    Sehe ich auch so. Die Tat selbst als auch die Vorgänge, der mangelnde Respekt bei der Polizei, die Hilflosigkeit, das folgende Trauma - alles wird sehr realistisch und empathisch, aber eben nicht dramatisch dargestellt. Auch die Ermittlerinnen haben mir sehr gut gefallen, weil sie realistisch und nicht heldenhaft gezeigt werden! Spannend ist es zudem. Hoffe auf weitere Staffeln!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Pop und Kultur als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.