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Pop und Kultur

Ulrike Klode
Freie Journalistin und Trainerin für Podcast-Entwicklung + Innovationsmanagement
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piqer: Ulrike Klode
Mittwoch, 13.05.2020

Fortsetzung der ARD-Serie: Lohnt sich der „Berlin, Berlin“-Film?

Da er nun mal veröffentlicht ist, der „Berlin, Berlin“-Film, fragen sich sicher viele Lolle-Fans: Gucken oder besser nicht gucken? Ich gehöre auch zu denjenigen, die die deutsche Vorabendserie „Berlin, Berlin“, die von 2002 bis 2005 lief, richtig gut fanden (und auch immer noch gut finden). Und da über Serien zu schreiben nun mal mein Job ist und ich auch privat darauf gespannt war, habe ich ihn mir angeschaut. Er ist, naja, eigentlich überflüssig. Und auch ärgerlich.

Zuerst das Ärgerliche: Wir treffen Lolle Holzmann (Felicitas Woll), die Hauptfigur, an einem Punkt in ihrem Leben wieder, der mit der Figur, wie wir sie am Ende von Staffel 4 verlassen haben, nicht mehr viel zu tun hat. Kann man grundsätzlich machen. Aber dann muss man auch erklären, wie sie da hingekommen ist. Doch hier wird nichts erklärt und entsprechend fremd fühlt sich diese Lolle an. Dazu: Lolle spricht aus dem Off nicht etwa bissig-schlagfertig wie damals in der Serie, sondern überraschend verstaubt und altbacken. (Um sicherzugehen, dass Lolles Off-Text von damals nun nicht auch altbacken wirkt, habe ich die ersten fünf Folgen der Serie noch einmal angeschaut – nein, ihre Sprüche von damals funktionieren noch immer.) Weiteres Ärgernis: Die männlichen Hauptfiguren Sven (Jan Sosniok) und Hart (Matthias Klimsa), beide in der Serie gut entwickelte Figuren, sind hier Mittel zum Zweck, von Eigenständigkeit keine Spur. Außerdem: die Animationen, mit denen gearbeitet wird, um Lolles Gefühlswelt zu illustrieren, sehen überraschend billig und handwerklich schlecht gemacht aus. Genau wie übrigens die Einbettung der Rückblick-Sequenzen.

Überflüssig ist der Film deswegen, weil die Figur Lolle in ihrer Entwicklung am Ende im Grunde da ankommt, wo sie in der Serie längst angekommen war. (Ja, das ist etwas kryptisch formuliert, aber mehr zu verraten, wäre ein Spoiler.)

Hört sich alles so an, als würde sich der Film nicht lohnen? Nicht ganz – für hartgesottene Fans lohnt er sich schon. Und zwar im letzten Drittel, als Lolle wieder zu sich findet und das macht, was sie am besten kann: Von einer absurden Situation in die nächste rennen, weil sie anderen helfen will. Das macht wieder Spaß, auch wenn man erst mal zwei ärgerliche Drittel überstehen muss. Außerdem kommt dann ein überraschendes Wiedersehen, das den Ärger vorher ein bisschen ausgleicht.

Aber für alle anderen? Nein. Lohnt sich nicht. Dann lieber: „Berlin, Berlin“ von vorne anfangen. Die Serie ist nämlich noch immer ziemlich gut und unterhaltsam. Das lohnt sich auf jeden Fall.

„Berlin, Berlin – der Film“ ist bei Netflix verfügbar. Und bei Netflix finden sich auch die 86 Folgen der vier Staffeln von „Berlin, Berlin“.

Wer genauer wissen will, welche Probleme der Film hat: Ich kann die „Spiegel“-Rezension empfehlen.

Fortsetzung der ARD-Serie: Lohnt sich der „Berlin, Berlin“-Film?
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