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Das neue Politikteil von Zeit Online: Ein pointierter Putin-Podcast

Ulrich Krökel
Osteuropa-Korrespondent / Piqer für DLF-Europaformate
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Ulrich KrökelMontag, 12.04.2021

Wer es noch nicht weiß: Das Politikteil ist ein wöchentlicher Podcast von Zeit Online. Immer wieder freitags liefern Marc Brost, Ileana Grabitz, Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing als Hosts (jeweils als Duo in wechselnder Zusammensetzung) beste Unterhaltung und vor allem fundierte Information. Zum Beispiel in der neuesten Folge mit Michael Thumann als Gast, dem außenpolitischen Korrespondenten der Zeit, der zugleich einer der profiliertesten Russlandkenner im deutschsprachigen Journalismus ist.

"Wie weit geht Putin?" So lautet die zentrale Frage des fast einstündigen Podcasts. Das Hörstück widmet sich gleich zwei Themenkomplexen, die auf den ersten Blick nicht allzu viel miteinander zu tun haben. Es geht um die aktuelle Eskalation zwischen Russland und der Ukraine und im zweiten Teil um den Fall des inhaftierten Putin-Herausforderers Alexei Nawalny, der kürzlich in den Hungerstreik getreten und inzwischen gesundheitlich schwer angeschlagen ist.

Gemeinsam ist den Themen natürlich, dass die Fäden im Kreml zusammenlaufen: Am Ende entscheidet Putin, wie es weitergeht. Eine der zentralen Thesen Thumanns lautet nun, dass der russische Präsident die Dinge nicht isoliert betrachtet, sondern immer das große Ganze im Blick hat. Seine außenpolitischen Entscheidungen (Ukraine) trifft er demnach viel stärker aus innenpolitischen Motiven (Fall Nawalny) heraus, als dies internationale Beobachter und Kommentatoren oft annehmen:

Russland ist ja ein großes Land und reagiert nicht einfach nur darauf, was der Westen macht, sondern aus seinem eigenen Kalkül. In Putins Machtkalkül [...] war der Einmarsch in der Ukraine 2014 ein wichtiges Mittel, um die politische Lage in Russland neu zu ordnen, und das ist ihm damals gelungen.

Krieg als Innenpolitik mit anderen Mitteln? Solche Thesen treffen natürlich bei jenen, für die Russland im Ost-West-Konflikt tendenziell immer Opfer ist, auf wenig Gegenliebe. Das zeigt sich auch in vielen Kommentaren zum Podcast bei Zeit Online. Hier nur ein Beispiel:

Mein Fazit nach diesem "ausgewogenen" PODCAST: Der einzige(!) Kitt, der die EU und den Westen zusammenhält sind die Russland-Sanktionen und das Schüren von Ängsten vor einem russischem Angriff. Erbärmlich!

Keine Frage: Thumann argumentiert sehr pointiert und dadurch mitunter auch provokativ. Er hat aber auch die entsprechenden Fakten parat, um seine Argumente zu untermauern. Und im Übrigen gilt: Was wäre langweiliger als ein Podcast ohne pointierte Thesen? Also: Unbedingt anhören! Im schlechtesten Fall schärft man dabei seine Kritikfähigkeit. Im besseren Fall ist man anschließend klüger – und hatte auch noch Spaß.

Das neue Politikteil von Zeit Online: Ein pointierter Putin-Podcast

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Kommentare 2
  1. Der Barde Ralph
    Der Barde Ralph · vor 8 Monaten

    Nach dem was ich hier lese offenbar ein recht hübsch gestalteter Podcast, der vor allem eins macht ; das Hegen und Pflegen von alten Feindbildern. Ich weiß nicht ob ich das brauche > ich glaube eher nicht.

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor 8 Monaten

      Ebenfalls eine pointierte These, die durchs Hören be- oder widerlegt werden könnte.. aber dafür sind piqs eben auch da: um zu entscheiden, was man nicht rezipieren muss/möchte.

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