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Pop und Kultur

„Wenn eine Tasse Kaffee 786 Streams kostet"

Tino Hanekamp
Autor

Tino Hanekamp war Journalist und Musikjournalist, hat in Hamburg zwei Musikclubs gegründet (Weltbühne, Uebel & Gefährlich), einen Roman geschrieben (‚So was von da‘) und unlängst ein Buch über Nick Cave ('... über Nick Cave'). Er lebt im Süden Mexikos.

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Tino HanekampMittwoch, 17.03.2021

Endlich formiert sich Widerstand gegen Spotifys Musiker ausbeutendes Geschäftsmodell.

Im Oktober letzten Jahres ...

... hat die Union of Musicians and Allied Workers (Umaw) ... die Kampagne »Justice at Spotify« ins Leben gerufen. Mehr als 27.000 Produzentinnen, Techniker, Labels, Solokünstler und Bands haben die Forderung nach Fairness und Transparenz bereits unterzeichnet. Am Montag nun haben nach Angaben der Umaw Musikschaffende in 31 Städten weltweit vor Spotify-Zentralen für faire Bezahlung und faire Behandlung protestiert.

Fair, das bedeutet für sie konkret: mindestens ein Cent pro abgespieltem Song. Bisher müsse ein Titel bei durchschnittlich 0,0038 Dollar pro Stream 263-mal gespielt werden, um einen Dollar für den Interpreten einzuspielen. Und Umaw rechnet weiter vor: Eine Tasse Kaffee: 786 Streams. Durchschnittliche US-Miete: 283.684 Streams.

Wie desaströs das für uns Hörer so praktische und billige (zehn Euro im Monat für ALLES) Streaming-Modell für Musikschaffende ist, ahnt, wer sich erinnert, wie es früher lief. Man kaufte ein Album für 15 Euro, hörte es vielleicht ein paar Dutzend mal, den Lieblingssong vielleicht ne Weile auf Repeat — aber wohl selten 800 Mal. Und heute, mit dem jederzeit und überall verfügbaren Überangebot, hört man vielleicht sogar mehr Musik, aber einzelne Stücke sicher weniger oft. Ne Tasse Kaffee dürfte dabei selten rumkommen. Und was wir heute an Geld sparen, weil wir keine Tonträger mehr kaufen! Immerhin haben Musiker auf Spotify seit einiger Zeit Möglichkeit, eine Art Spenden-Button auf ihrem Spotify-Profil zu installieren. Über den kann man direkt an den Musiker Geld schicken. Sollte man öfter mal machen, gerade in Zeiten, in denen die Haupteinnahmequelle für Musikschaffende - das Live-Spielen - bis auf weiteres nicht mehr existiert.

„Wenn eine Tasse Kaffee 786 Streams kostet"

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