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Corona-Hotline und Saufen

Tino Hanekamp
Autor

Tino Hanekamp war Journalist und Musikjournalist, hat in Hamburg zwei Musikclubs gegründet (Weltbühne, Uebel & Gefährlich), einen Roman geschrieben (‚So was von da‘) und unlängst ein Buch über Nick Cave ('... über Nick Cave'). Er lebt im Süden Mexikos.

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Tino HanekampMontag, 25.01.2021

Zwei Texte über Aspekte des Lebens in Zeiten des Virus, die ich gerade auf Spiegel Online gelesen habe, und die mir hier, der ich in der mexikanischen Pampa das alles nur aus der Ferne betrachte, die jeweilige Sache angenehm nahe gebracht haben. Geht einem vielleicht auch in Bochum so, auf jeden Fall sind sie unterhaltsam.

In dem einen Text (hier) erzählt der Filmkritiker Oliver Kaever – zwischen Homeoffice und Homeschooling verzweifelnd – von einem Anruf bei der Hamburger Corona-Hotline:

»Sie können Ihr Kind ja bei Oma und Opa unterbringen«, sagt die freundliche Dame als Nächstes. Sekundenlanges, schockiertes Schweigen in der Leitung. Dann: »Oh Gott, Sie vergessen jetzt schnell, dass ich das gerade gesagt habe, ja?«

In dem anderen Text (siehe unten) berichtet die auch für ihren Humor bekannte Schriftstellerin Stefanie Sargnagel in einem Interview von ihrem Trinkverhalten im Lockdown ("Es ist nicht wild, es ist ein leicht sedierendes Trinken."), der sozialen Funktion des Rausches, vor allem bei jungen Menschen, und sagt Sätze wie:

Sargnagel: Sozialleben hängt in unserer Gesellschaft stark mit Rausch zusammen.

SPIEGEL: Und das ist gut so?

Sargnagel: Es ist so gut und so schlecht wie der Mensch an sich, aber schwierig, wenn man sich dem entzieht.

Oder:

Ich bin nicht so der Vorsatzmensch. Die Charakterstruktur ändert sich ja nicht plötzlich in einem neuen Jahr. Das ist wie bei Frauen, die glauben, dass sie eines Tages dünn sein werden. In eine optimierte Zukunft blicken, bringt nichts. Wenn man was ändern will, dann muss man es sofort machen und nicht auf einen Jahreswechsel warten.

Und ganz besonders:

Ich sehe es durchaus positiv, wenn ein depressiver Maurer sich heutzutage nicht zehn Bier in der Kneipe reinstellt, sondern eine Psychotherapie macht. Eine therapierte Gesellschaft wäre nicht schlecht.

Corona-Hotline und Saufen

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