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Europa

Thomas Wahl
Dr. Phil, Dipl. Ing.
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piqer: Thomas Wahl
Dienstag, 01.10.2019

Der Brexit als Weltmacht-Nostalgie?

Münkler analysiert in diesem Artikel den Brexit als geopolitische Katastrophe für Europa. Die innereuropäischen und wirtschaftlichen Folgen und Ursachen sind breit diskutiert worden. Was es aber bedeutet, wenn ein ehemaliges Empire meint austreten zu müssen, wurde wenig beleuchtet. Die Glorifizierung der guten alten Zeiten dieser Weltmacht wurde eher als Schrulle betrachtet. Das ein Austritt Großbritanniens samt Commonwealth die weltpolitischen Stellung Europas völlig verändert, hat man eher übersehen. 

Als Churchill in seiner berühmten Zürcher Rede am 19. September 1946 die Bildung eines Vereinigten Europas forderte, ging er ganz selbstverständlich davon aus, dass Großbritannien diesem Europa nicht angehören werde. Für Churchill war das Empire nach wie vor eine Weltmacht; es hatte den Krieg gegen Nazi-Deutschland gewonnen, ihn von den drei Siegermächten am längsten und zeitweilig auf sich allein gestellt geführt, und die Konferenzen von Jalta und Potsdam hatten diesen Weltmachtanspruch bestätigt. ..... Als Gegengewicht zur UdSSR wollte Churchill das Vereinigte Europa. So sollte auf dem Kontinent ein politisch-militärisches Gegengewicht entstehen, das den miteinander eng verbündeten Seemächten USA und Großbritannien zusätzlichen politischen und wirtschaftlichen Spielraum verschaffen würde. Boris Johnson, der Churchill als Vorbild hat, dürfte die Dinge so ähnlich sehen.

Nur ist Britannien eben keine Weltmacht mehr. Die Europäische Union mit England könnte ein Akteur mit Weltmachtgewicht werden. So verwundert es nicht, dass sowohl Trump als auch Putin Interesse an einem politisch und wirtschaftlich zersplitterten Kontinent haben. Mit dem ausgetretenen Vereinigten Königreich (heute dann an der Seite der USA) einerseits und Russland andererseits ergibt sich nun eine Konstellation wie im 19. Jh., die zur Vorstellung der Einkreisung Europas durch diese Flügelmächte geführt hat. Mit samt der Neigung zu bewaffneten Konflikten - von Napoleon bis Hitler.

Der Brexit als Weltmacht-Nostalgie?
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