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Medien und Gesellschaft

Wie Union Berlin versucht, eine kritische Recherche zu sabotieren

Simon Hurtz
Journalist, Dozent, SZ, Social Media Watchblog

Mag es, gute Geschichten zu erzählen.
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Mag es gar nicht, in der dritten Person über sich zu schreiben.

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Simon HurtzFreitag, 14.05.2021

Es gibt Unternehmen, die professionell auf kritische Recherchen reagieren. Es gibt Unternehmen, die weniger professionell auf kritische Recherchen reagieren. Und es gibt Union Berlin.

Laurenz Schreiner und David Joram haben monatelang im Umfeld des Fußballvereins recherchiert. Was sie herausgefunden haben, legt nahe, dass Union großen Druck auf Jugendliche ausübt und insbesondere Spieler mit türkischen und arabischen Wurzeln systematisch schlecht behandelt.

Der lange und lesenswerte Text wäre definitiv einen eigenen piq wert. Hier sind wir aber im Kanal Medien und Gesellschaft, deshalb konzentriere ich mich auf die Hintergründe der Recherchen und den Umgang des Bundesligisten mit den Recherchen von BuzzFeed News und der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Den hat BuzzFeed-Chefredakteur Daniel Drepper in einem 13-teiligen Twitter-Thread beschrieben – und die Tweets lassen Union und Pressesprecher Christian Arbeit gar nicht gut aussehen. Wie immer kann man den Thread etwas übersichtlicher bei Thread Reader nachlesen.

Daniels Tweets haben einige Hundert Retweets und mehrere Tausend Likes erhalten. Allerdings fürchte ich, dass die meisten davon von Menschen kommen, die ohnehin gut einordnen können, dass BuzzFeed News hart, aber fair recherchiert und journalistische Standards einhält.

Deshalb hoffe ich, dass der Thread auch Union-Fans erreicht, die sich womöglich überzeugen lassen, dass sich ihr Lieblingsverein und insbesondere dessen Presseabteilung ziemlich danebenbenommen haben:

Es ging Union nicht um professionelle, faire Kommunikation, sondern darum, in die populistische Konfrontation zu gehen, der Geschichte einen Spin zu geben und die eigenen Fans davon zu überzeugen, dass die bösen Journalisten anonyme Vorwürfe nutzen, um den Verein zu beschädigen. Das mag in der Kommunikation mit den eigenen Fans funktionieren (Wir bei Union, die eiserne Familie, wir stehen zusammen!), ist aber extrem unprofessionell und verstärkt natürlich auch Ressentiments gegen "die Presse", die wir aktuell eigentlich eher weniger als mehr bräuchten.
Wie Union Berlin versucht, eine kritische Recherche zu sabotieren

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Kommentare 1
  1. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 5 Monaten

    Bei Sportbuzzer gibt es ergänzend ein Interview mit dem Leiter des Nachwuchs-Scoutings von Union Berlin, Lars Mrosko. Er wird den Verein im Sommer verlassen: https://www.sportbuzze...

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