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Medien und Gesellschaft

Jagd auf Helene Fischer: Die üblen Lügen der Funke-Knallpresse

Simon Hurtz
Journalist, Dozent, SZ, Social Media Watchblog

Mag es, gute Geschichten zu erzählen.
Mag es, gute Geschichten zu lesen.
Mag es, gute Geschichten zu teilen. Das tut er hier.
Mag es gar nicht, in der dritten Person über sich zu schreiben.

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Simon HurtzDonnerstag, 04.11.2021

Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals einen Facebook-Post von Helene Fischer liken würde. Doch mir und fast 5.000 anderen Menschen gefällt dieser Beitrag:

Ein Hoch auf die Übermedien! 🙌🏼🎉 Ich bin schon lange ein großer Fan und es wird Zeit, dass ich es hier teile. ÜBERMEDIEN durchleuchten hier in diesem Bericht auf den Punkt, wie die Boulevardpresse arbeitet und setzt sich kritisch mit Medienjournalismus auseinander. Es lohnt sich zu lesen. Und erneut kann ich nur ein DANKE 🙏🏼 an Boris Rosenkranz und Mats Schönauer aussprechen – ich feier‘ euch!!!

Dem Lob schließe ich mich an. Der gepiqde Text ist nur eines von Dutzenden Beispielen, in denen Mats die teils menschenverachtenden Methoden der deutschen Knallpresse aufarbeitet. Seit der Topf voll Gold zu Übermedien umgezogen ist, füllt er eine klaffende Lücke im deutschen Medienjournalismus: Die Regenbogenpresse lässt die Bild-Zeitung manchmal aussehen wie eine seriöse Zeitung, und ich halte es für wichtig, sich ab und zu vor Augen zu führen, wie schamlos diese Blätter lügen und täuschen.

Ein aktuelles Beispiel ist die Titelseite der Zeitschrift Die Aktuelle. Dort heißt es: "Helene Fischer: Der verheimlichte Schicksalsschlag! Unter Tränen nahm sie mit hellblauen Luftballons Abschied". Daneben sieht man ein Foto der schwangeren Sängerin. Das erweckt den Eindruck, Fischer habe ihr Kind verloren.

Im Innenteil erfahren jene, die das Blatt kaufen und lesen, dann aber (wie so oft), dass etwas völlig anderes dahintersteckt: die "Nachricht", dass Helene Fischer einen Song namens "Luftballon" herausgebracht hat und darin singt: "Und ich lasse los, schick‘ einen Luftballon zu dir / Siehst du von da oben manchmal auch nach mir?" In einem Musikfilm dazu steht sie inmitten von hellblauen Luftballons. Das ist alles. Mehr braucht Die Aktuelle nicht.

Das Ausmaß des Klatschs, Tratschs und Unsinns macht fassungslos:

Fast fünf große Titelgeschichten pro Woche allein in den wöchentlich erscheinenden Blättern – die zusammen fast fünf Millionen Ausgaben pro Woche verkaufen. Hinzu kommen noch mehr als dreimal so viele monatlich bzw. zweimonatlich erscheinende Titel sowie all die Artikel, die etwas kleiner oder gar nicht auf dem Cover abgebildet sind. Das heißt: Pro Jahr sind es so mehr als 1000 Geschichten, die in zigmillionen Ausgaben veröffentlicht werden. Nur über Helene Fischer.

Und was sagt Fischer selbst dazu?

Es ist ein bisschen absurd für mich, das jedes Mal so zu beobachten, weil ich das eigentlich alles nicht möchte. Ich möchte da gar nicht stattfinden.
Jagd auf Helene Fischer: Die üblen Lügen der Funke-Knallpresse

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