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Silke Jäger
Freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinfos

Ich lebe in Marburg und schreibe über Gesundheit, eHealth, Gesundheitspolitik und den Brexit. Für: Krautreporter, Gute Pillen – Schlechte Pillen und RiffReporter. Non-Profit-Projekt: Podcast http://evidenzgeschichten.podigee.io/

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piqer: Silke Jäger
Montag, 09.12.2019

Alexa gibt Gesundheitsrat – kann das gutgehen?

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat vor Kurzem bekannt gegeben, dass das staatliche Gesundheitswesen (NHS) demnächst prominente Unterstützung bekommen soll: Amazons Smart Speaker Alexa. Alexa soll für ihren Gesundheitsrat auch die Inhalte des NHS nutzen können, sodass – so der Gesundheitsminister – "der Druck auf Hausärzt:innen und Apotheken" sinkt, weil Menschen bequem zu Hause Expertenrat bekommen.

Doch was genau hat es mit der Kooperation eines Privatunternehmens (Amazon) mit dem Gesundheitswesen eines Staates (Großbritannien) auf sich? Wie wird da zusammengearbeitet und welche Qualität hat der Rat von Alexa überhaupt?

Einen allgemeinen Überblick über die Kooperation hat der Guardian. Die Zusammenarbeit kommt erst mal recht unspektakulär daher: Amazon kann die Inhalte der NHS-Website nutzen und gibt an, keine Nutzerprofile zu erstellen, die Auskunft geben, wer wann welche Infos abgefragt hat. Eine Gegenleistung bekommt das NHS für die Freigabe der Inhalte nicht. Das sei ein Service, der es eingeschränkten Menschen erlauben würde, leichter an verlässliche Infos zu kommen.

Privacy International, eine NGO, die sich für den Schutz der Privatsphäre einsetzt, hat sich die dazu gehörenden Verträge angesehen – abgesehen von geschwärzten Paragrafen.

Problematisch ist, dass durch diese Kooperation Unternehmensinteressen staatlich organisierte Gemeinwohlinteressen verdrängen können. Amazon nutzt ein steuerfinaziertes System, während es selbst keinen Beitrag dazu leistet. Ob Amazon Nutzerprofile erstellt, bleibt unsicher, siehe geschwärzte Paragrafen. Google hatte bereits personenbezogene Daten aus dem NHS bekommen, Zweifel sind also angebracht. Kurz: Transparenz fehlt.

Und der Nutzen für die Anwender:innen? Oft antwortet Alexa mit Schweigen. Manchmal gibt's auch Rat, der sich aus vielen Quellen speist, nicht nur vom NHS. Doch das erkennt man nicht. D. h. Menschen glauben mitunter nur, sie würden vom NHS beraten. Auch so kann Privatisierung aussehen ...

Alexa gibt Gesundheitsrat – kann das gutgehen?
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Kommentare 1
  1. Silke Jäger
    Silke Jäger · vor 4 Monaten · bearbeitet vor 4 Monaten

    Update zum Deal: es wurde Beschwerde bei der EU Kommission eingereicht, weil die Vereinbarung zwischen Amazon und dem Gesundheitsministerium dem Unternehmen ausufernden Zugang zu Daten gewähre. https://www.thetimes.c...

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