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Klima und Wandel

Wenn Hitze tötet

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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Nick ReimerDonnerstag, 03.12.2020

Australien erlebt gerade außergewöhnliche Hitze, im Südosten des Bundesstaates New South Wales wurden tagsüber 43,2 Grad in Griffith und 45,7 Grad in Mildura gemessen – neue Rekordtemperaturen im Monat November. In Australiens größter Stadt Sydney wurde die heißeste November-Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert: Die Temperatur sank in der Nacht auf Sonntag nicht unter 25,3 Grad Celsius, um 4:30 Uhr waren es schon wieder 30 Grad.

Zunehmende Hitze – das ist eine Seite der Klimakrise, auch hierzulande. Ein internationales Forscherteam hat berechnet, dass 2018 in Deutschland 20.200 ältere Menschen an Hitze starben, rund 8.000 mehr als in den Vorjahren. Die Ergebnisse sind Teil der Studie "Lancet Countdown on Health and Climate Change 2020", in der sich 120 internationale Forscher mit Beteiligung der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank Gedanken über die Zusammenhänge von Klimawandel und Gesundheit machen. Demnach sind lediglich China und Indien mehr vom Hitzetod betroffen als Deutschland. Die hierzulande höchste Temperatur wurde am 25. Juli 2019 in der niedersächsischen Stadt Lingen gemessen: 42,6 °C.

Solange die Umgebungstemperatur deutlich unter 37 °C liegt, funktioniert die menschliche Kühlung problemlos, (wenn der Mensch gesund ist). Ist es wärmer als 37 °C, gerät diese Fähigkeit aus dem Takt: "27 Wege, wie eine Hitzewelle dich tötet", lautet der Titel einer US-amerikanischen Studie. Nur dass das Ende leider keine Wunschveranstaltung wird, man kann sich den Weg nicht aussuchen.

Nach vorläufigen Analysen der Weltwetterorganisation wird das Jahr 2020 eines der drei wärmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Klar sei schon jetzt, dass die Jahre seit 2015 die sechs wärmsten seit Messbeginn sind. Der Temperaturrekord wurde 2016 mit plus 1,2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau erreicht. Klimamodelle ergeben für Deutschland bei ungebremstem Treibhausgas-Ausstoß eine starke Zunahme von Hitzewellen: Norddeutschland wird bis Ende des Jahrhunderts bis zu fünf Hitzewellen zusätzlich pro Jahr erleben (verglichen mit dem Zeitraum 1971–2000), in Süddeutschland wird es gar bis zu 30 Hitzewellen zusätzlich geben. Der Deutsche Wetterdienst spricht von "Hitzewelle", wenn das  Temperaturmaximum an drei aufeinander folgenden Tagen oder mehr über 28 °C liegt.
Wenn Hitze tötet

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