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Medien und Gesellschaft

Die Schweiz und das schmutzige Geld: Was sind die #SuisseSecrets?

Mohamed Amjahid
Buchautor und Journalist

Reporter, Kurator, Autor für deutsche und internationale Medien. Studium der Politikwissenschaft/Anthropologie. Themen: Weiße Mehrheitsgesellschaft, MENA, Autokratien, Kapitalismuskritik, Feminismus und kritische Theorie.

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Mohamed AmjahidMontag, 21.02.2022

Welche Klischees fallen einem ein, wenn es um die Schweiz geht? Käse? Berge? Pünktliche Züge? Ein Vorurteil hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder als Fakt bestätigt, eine neue investigative Recherche in einem internationalen Verbund von Redaktionen: Die Schweiz ist Lagerort für gestohlenes Geld, das windige Geschäftsmänner und Diktatoren aus der ganzen Welt in der Alpenrepublik aufbewahren – und das Schweizer Bankensystem samt Staat bestärkt diese bösen Kräfte noch darin. 

Die #SuisseSecrets sind Informationen zu mehr als 18.000 Konten von mehr als 30.000 Kunden der Schweizer Großbank Credit Suisse. Sie wurden Süddeutschen Zeitung von einer anonymen Quelle zugespielt. Es ist das erste bedeutende Leak aus einer großen Schweizer Großbank.
Die Quelle hat uns ein Statement zu ihrer Motivation überlassen: „Der Vorwand, die finanzielle Privatsphäre zu schützen, ist lediglich ein Feigenblatt, um die schändliche Rolle der Schweizer Banken als Kollaborateure von Steuerhinterziehern zu verschleiern.“

Die Liste der Kunden der Credit Suisse ist lang. Darin finden sich heikle Kundennamen wie jener des jemenitischen Geheimdienstchefs oder des jordanischen Königs. Die Namen von verurteilten Kriminellen, Ministern in autokratischen Regimen oder Diktatoren selbst finden sich auf der Liste: der frühere algerische Machthaber Bouteflika, die Söhne des früheren ägyptischen Diktators Mubarak oder die Töchter des kasachischen Autokraten Nasarbajew. Die Spur führt auch zum deutschen Siemens-Konzern

In Deutschland berichtet die Süddeutsche Zeitung über die #SuisseSecrets. In diesem Twitter-Thread wird die ausführliche Recherche des Verbunds (hinter Bezahlschranke) gut zusammengefasst und auf weiterführende Links verwiesen. In der Schweiz dürfen Redaktionen nicht über diesen Fall berichten. Ihre Pressefreiheit wird von einem speziellen Gesetz beschnitten. Bei Berichterstattung droht Journalist*innen dort Gefängnis.

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Kommentare 1
  1. Theo U.
    Theo U. · vor 6 Monaten

    „Ihre Pressefreiheit wird von einem speziellen Gesetz beschnitten. Bei Berichterstattung droht Journalist*innen dort Gefängnis.“

    Oh

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