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Feminismen

Margarete Stokowski
Autorin
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piqer: Margarete Stokowski
Dienstag, 12.05.2020

"Sie sind schon von Greta völlig fertig und dann kommt die nächste Frau."

Dieses Interview handelt zum Teil von Paula Irmschlers Roman "Superbusen", den viele zurecht eh schon gelesen haben, aber auch von lauter anderen Themen: Leben im Osten, Frauen und Tabus, Popmusik. 

"Superbusen" ist in Irmschlers Roman eine Frauenband (bei Männern würde man sagen: eine Band), also wird sie nach Frauenbands und ihrer Präsenz gefragt. Jetzt, wo die ganzen Festivals im Sommer alle nicht stattfinden, wäre vielleicht spätestens mal Zeit, sich zu überlegen, sie nach der Seuche etwas anders zu gestalten als bisher.

Meinem Eindruck nach, ich habe ja auch in Clubs gearbeitet, hören die jungen Leute schon längst viel mehr Musik von Frauen. Es hat sich schon viel verändert, aber die großen deutschen Festivals wollen immer noch an dieser Biersauf-Kultur festhalten. Die sind so festgehangen in ihrem „Toten-Hosen“-Mindset, dass die das gar nicht mehr verändern wollen, weil sie sich das nur so vorstellen können. Nämlich als männlichen Raum, den sie gar nicht öffnen wollen für eine neue Welt, die es eigentlich schon gibt. Also nichts gegen Bier, aber es ist wirklich noch so eine Gröl-Kultur, die da bewahrt werden will.

Und zu Billie Eilish:

Aber wie sehr sich gegen diese Person gewehrt wird, ist wirklich krass. Ich denke, dass das Internet eine größere Rolle spielt: Männer stacheln sich gegenseitig auf und feuern gegen alle. Sie sind schon von Greta völlig fertig und dann kommt die nächste Frau, die in Bereiche eindringt, von denen sie dachten, die kommt da nicht rein. Man kann sie eben nicht so einfach abkanzeln, wie man damals beispielsweise Britney Spears abgekanzelt hat. Sie erdreistet sich, ihren Körper nicht so zu zeigen – und darauf kommen auch viele nicht klar. Ein junges Mädchen zeigt uns nicht ihre Hüften, ihre Brüste und ihren Po. Das geht ja gar nicht! Das können sie dann gar nicht einordnen.

Wobei sich dieses Phänomen natürlich nicht nur auf sehr prominente Künstlerinnen beschränkt. In Irmschlers Roman merken auch die Mitglieder von "Superbusen", dass für Frauen in der Kunst immer ganz besondere Regeln gelten.

In einem Buch über Frauen und Musik muss es leider auch um Sexismus gehen. Sie werden bevormundet, anders bewertet, müssen sich stärker beweisen, werden sexualisiert und so weiter. Ich kenne keine weiblichen Künstlerinnen, die nicht von misogynen Erlebnissen in den Szenen berichten können.

"Sie sind schon von Greta völlig fertig und dann kommt die nächste Frau."

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