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Feminismen

Margarete Stokowski
Autorin
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piqer: Margarete Stokowski
Sonntag, 22.09.2019

„Sie halten die Erregung für zu mächtig“: Pornos als Objekt der Wissenschaft – wie geht das?

Madita Oeming forscht zu Pornographie und gibt dazu auch Seminare an Unis. Als sie ankündigte, bald an der FU Berlin zu unterrichten, brach ein Shitstorm von verklemmten Nazis über sie herein, unter anderem befeuert von AfD-Politikerin Beatrix von Storch, die schrieb: „Die Chinesen bilden Hunderte Millionen Ingenieure und Programmierer aus und an deutschen Unis schaut man Pornos. Das ist vorsätzliche Schädigung des Steuerzahlers und gezielte Verdoofung der ‚Akademiker‘.“ Nun ist das bei von Storch kein Wunder, die kritisiert immerhin sogar Kondome („Schützt euch, indem ihr enthaltsam seid“, naja), und es ist kein Wunder, wenn Rechte und Rechtsextreme gegen einen offenen Umgang mit Pornos wettern, weil ihre Weltsicht immer auch darauf basiert, Sexualität in Schranken zu weisen.

Im Interview erklärt Oeming, was es mit ihrem Forschungsbereich auf sich hat.

Die Porn-Studies sind ein interdisziplinäres Forschungsfeld, es kommen Ansätze aus der Filmwissenschaft, den Gender-Studies, der Kulturanthropologie und so weiter zusammen. (...) Die Studierenden sollen die Ästhetik von Pornofilmen analysieren, verschiedene Genres kennenlernen. Es wird aber auch um Normen und Ängste gehen, die mit dem Thema verbunden sind. (...)

Ich habe häufig mit Vorurteilen zu tun, auch von Kolleginnen und Kollegen. Das gängigste ist, dass Pornografie unterkomplex sei. Die Leute denken an dieses trashige Medium, eben einfach nur Sex und die Kamera hält drauf. Das stimmt so nicht. Ein Porno ist kein Kafka-Roman, das ist mir natürlich auch klar. Aber in ihrer Entstehungsgeschichte, Vielfalt und vor allem in ihrem kulturellen Zusammenhang wird Pornografie zu einem hochkomplexen und sehr spannenden Thema.

Zur Frage der „vorsätzlichen Schädigung des Steuerzahlers“ (von Storch) äußerte sich Oeming übrigens auf Twitter:

Lehrbeauftragte bekommen in Deutschland 750 bis 1.150 € — für‘s komplette SEMESTER!!! Das sind nicht mal 3 % einer Ampel!

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