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Feminismen

Happy Birthday, Luise Büchner!

Margarete Stokowski
Autorin
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Margarete StokowskiSamstag, 12.06.2021

Heute vor 200 Jahren wurde Luise Büchner geboren. Sie lebte in Darmstadt und war dort als Schriftstellerin tätig und engagierte sich für bessere Bildungschancen für Mädchen und berufliche Möglichkeiten für Frauen.

Von ihr stammt unter anderem das Zitat:

„Was wir wollen, ist mehr als eine Frauen-, es ist eine Menschheitsfrage.“

Viele kennen heute nur einen ihrer Brüder, Georg Büchner. Zeit, das zu ändern.

Dieses "Kalenderblatt" im Deutschlandfunk erzählt von Luise Büchner:

Die Schriftstellerin Luise Büchner stritt zeitlebens dafür, Mädchen die gleichen Bildungschancen einzuräumen wie Jungen und gilt bis heute als eine der ersten deutschen Frauenrechtlerinnen. Während ihre Brüder studierten, besuchten sie und ihre Schwester nur eine Mädchenschule, wo vor allem Religion, Schönschreiben und Französische Konversation auf dem Stundenplan standen.

Später schrieb sie über diese Zeit:

„Von meiner eigenen kleinen, bis auf das vierzehnte Jahr beschränkten Schulzeit, hat mich ein unwissender, ungebildeter Theologe ein ganzes Jahr gekostet. Die akademische Bildung eines jungen Mannes ist noch keine Garantie dafür, dass er auch ein taktvoller und gewissenhafter Mädchenlehrer sein wird.“

Eines ihrer Werke war "Die Frauen und ihr Beruf".

"In den 1850er-Jahren hat sie angefangen, ihr großes Werk ‚Die Frauen und ihr Beruf‘ zu schreiben, das 1855 erstmalig veröffentlicht worden ist und so erfolgreich war, dass es 1856 im Frühjahr direkt die zweite Auflage gab.“"

In einem FR-Interview zum Geburtstag Büchners erzählt Agnes Schmidt, Vorsitzende der Luise-Büchner-Gesellschaft in Darmstadt, dass dieses Buch aus heutiger Sicht nicht sehr radikal ist, damals war es das allerdings:

"Aus heutiger Sicht steht da nichts Revolutionäres drin. Aber für damalige Verhältnisse war es eine Sensation, schon nach einem halben Jahr wurde die zweite Auflage gedruckt, weitere folgten. Luise Büchner hat die Worte „Frau“ und „Beruf“ zusammengebracht, das war außergewöhnlich. Zur damaligen Zeit gab es für bürgerliche Frauen nur ein Ziel: heiraten. Sie durften maximal bis zur 6. Klasse in die Schule gehen – und danach hieß es: auf einen Mann warten. Als eine der Ersten hat sich Luise Büchner für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen eingesetzt. Sie erkannte, dass Bildung und Beruf dafür Voraussetzung sind."

Vor rund einem Jahr war Luise Büchner auf traurige Art in den Kulturnachrichten: Am Denkmal, das 2017 für sie in Darmstadt aufgestellt wurde, wurde der Bronzekopf gestohlen. Im November 2020 wurde er dann aber, zum 143. Todestag, ersetzt.

Happy Birthday, Luise Büchner!

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Kommentare 1
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 3 Monaten

    Ergänzend sei dieser Beitrag empfohlen:

    https://www.fr.de/kult...

    Darin heißt es:
    "Es ist eine beeindruckende Familienkonstellation. In einer Generation Georg, Luise und Ludwig. Davor fast nichts und danach wieder nichts. „Nichts“ ist natürlich Unsinn, aber es verblüfft doch die Explosion von Kreativität in dieser einen Generation. Und nur dort. Wie kommt sie zustande? Warum verpufft sie wieder? Anders als bei den Bachs. Georg und Ludwig, beide werden sie Mediziner wie der Vater. Die Tochter wäre es wahrscheinlich auch geworden. Familien sind rätselhafte Brutstätten."

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