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Medien und Gesellschaft

Malcolm Ohanwe
Journalist (Hörfunk, Fernsehen & Online)
Zum piqer-Profil
piqer: Malcolm Ohanwe
Sonntag, 13.10.2019

"Einen Tag solidarisch Kippa tragen ist nicht genug"

Nach dem rechtsextremistischen Anschlag in Halle, der als Ziel eine Synagoge und einen Dönerladen hatte, zeigen sich viele deutsche Politiker*innen oder Medienschaffende ohne Migrationshintergrund sehr überrascht. Eine solche Tat sei so beispielsweise "unvorstellbar" (Frank-Walter Steinmeier) oder ein "Alarmzeichen" (Annegret Kramp-Karrenbauer). Sind rassistische Morde und Mordversuche wirklich unvorstellbar in einem Land bzw. einer Gesellschaft, die Rassismus © bereits seit der Geburt in ihren Adern trägt, überhaupt maßgeblich dazu beigetragen hat, dass er in der heutigen Form überhaupt existiert - egal ob es glorreiche deutsche Philosophen, wie der menschenverachtende und rassistische Immanuel Kant , oder Pioniere der "Anthropologie" wie Johann Friedrich Blumenbach, die biologistischen und kulturellen Rassismus überhaupt erstmal den Weg geebnet haben? Und das sei angemerkt ganz unabhängig von der jüngsten Geschichte, wo man keine paar Monate zurückblicken muss um rassistische Morde in Deutschland zu finden. Sind da solche Taten wie in Halle wirklich "unvorstellbar" oder nur ein "Alarmzeichen"? Selbstverständlich nicht. Sie sind die natürliche Konsequenz von fehlender Konsequenz rassistischen Strukturen und rassistischem Gedankengut gegenüber, dem Missachten vorheriger "Alarmzeichen". Kapitelmann fasst das eindrucksvoll in seinem Text "Hässliche Worte, Hässliche Taten" für die taz zusammen, wo er sich zum Schluss die Frage stellt, tatsächlich eigentlich fordert: 

"Wo ist die große, konsequente gesellschaftliche Erhebung, die fordert, dass rechtsextreme Strukturen in Polizei, Verfassungsschutz, Justiz und Bundeswehr endlich bekämpft werden?"

Das ist eine sehr wichtige Frage die uns alle beschäftigen sollte, anstatt den Finger auf Gamer oder auf zu viel politische Korrektheit zu zeigen, wie es respektive Horst Seehofer oder Mathias Döpfner bei der Welt tun.

 

"Einen Tag solidarisch Kippa tragen ist nicht genug"
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Kommentare 4
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · Erstellt vor 3 Monaten ·

    dmitrij kapitelmanns text schmerzt heftig. zu recht. also danke fürs piqn, malcolm.

    1. Malcolm Ohanwe
      Malcolm Ohanwe · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Danke fuer den Kommentar!

  2. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · Erstellt vor 3 Monaten ·

    stimmt schon. Vielleicht sollten wir alle grundsätzlich kippa tragen - nicht nur aus Solidarität sondern auch Protest und ähem Verwirrung der Nazis

    1. Christoph Weigel
      Christoph Weigel · Erstellt vor 3 Monaten ·

      ...praktischerweise gibt es hierfür den "coexist" sticker (https://www.vox.com/20...)

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