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Technologie und Gesellschaft

Das Recht auf unsere Gesichtsdaten: wollen wir dafür kämpfen?

Magdalena Taube
Redakteurin
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Magdalena TaubeDonnerstag, 01.07.2021

Christoph Bernoulli benutzte 1841 als einer der ersten Wissenschaftler den Begriff Biometrie, es ging um die Messung und statistische Auswertung der menschlichen Lebensdauer. Nur zwei Dekaden später wurde die Biometrie zur Personenidentifikation eingesetzt. Daraus ist das geworden, was heute unter omnipräsenten Schlagworten wie "biometrische Massenüberwachung" diskutiert wird. Die algorithmisch betriebene Gesichtserkennung steht hier im Mittelpunkt aller Bestrebungen seitens Staat und Wirtschaft – und der zivilgesellschaftlichen Kritik.

Inzwischen sind Gesichtserkennungssysteme so ausgereift, dass sie sogar an die neuen Pandemiebedingungen angepasst werden konnten. Wie die Kolleg*innen von Algorithm Watch erinnern, haben Untersuchungen aus dem letzten Jahr gezeigt, dass die Systeme auch Menschen mit relativ wenigen "Gesichtsdaten" identifizieren können, d.h. selbst dann, wenn sie Gesichtsmasken tragen.

Aktivist*innen haben unter der Losung reclaimyourface versucht, eine Maske zu entwerfen, die die Erkennungsalgorithmen verwirren würde. Doch sie konnten nicht verifizieren, dass sie diese Maske wirklich vor einer Identifizierung schützen würde.

Daraus folgt eigentlich nur eins: streng genommen besteht die einzige Möglichkeit, sich vor biometrischer Massenüberwachung zu schützen, darin, sein Gesicht komplett zu verdecken, zum Beispiel mit einer Halloween-Maske oder einer Papiertüte. Das macht aus uns Performer eines Theaterstücks, welches wir zwar nicht selbst geschrieben haben, so doch aber eigenhändig umschreiben können.

Auf Twitter zeigt der Hashtag #paperbagsociety (https://twitter.com/hashtag/PaperBagSociety) jedenfalls wie Menschen, die versuchen, ihr Leben völlig geschützt vor Gesichtserkennung zu leben, zu Kunstfiguren werden, die den Zustand unserer Welt genauer beschreiben als die landläufigen Inszenierungen auf den Bühnen von Big Politics und Big Business.

Ansonsten lässt sich bei reclaimyourface noch die laufende Petition unterstützen. Über 55.000 haben bereits unterschrieben. Hilf dabei, dass es eine Million werden!

Das Recht auf unsere Gesichtsdaten: wollen wir dafür kämpfen?

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