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Donnerstag, 24.01.2019

Wie die Waffenfirma Heckler & Koch mit Zweiflern umging

„Ich bin kein Waffengegner!“, ruft Robert H. vor Gericht. Er habe seinen Job mit viel Herzblut erledigt. Aber irgendwann kamen dem Mitarbeiter der Oberndorfer Waffenschmiede Heckler & Koch Zweifel an der Export-Politik seiner Firma.

Im Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht geht es seit Mai 2018 um 4 686 Sturmgewehre des Typs G36, zwei MP5-Maschinenpistolen und Waffenzubehörteile im Gesamtwert von mehr als 4,1 Millionen Euro, die illegal in die mexikanischen Bundesstaaten Guerrero, Jalisco, Chiapas und Chihuahua gelangt sein sollen. Die Rolle des Handwaffen- und Munitionstechnikers Robert H. ähnelt dabei der eines Kronzeugen.

Von 1996 bis 2009 hat er für Heckler & Koch gearbeitet. Seine Einsätze für die Entwicklungsabteilung und den Vertrieb haben ihn rund um den Globus geführt – auch in Kriegsgebiete, wie er erzählt. Vor hohen Militärs und Polizeiführern hat er demonstriert, wie die Waffen unter Einsatzbedingungen funktionieren. Aber irgendwann seien ihm bei seinen Einsätzen in Mexiko Zweifel gekommen, so Robert H, "ob das alles im Einklang mit den rechtlichen Bestimmungen der Genehmigungsbehörde ist". Vor Gericht sagt er aus: „Wenn ich eben über die Medien verfolgt habe, was passiert mit unseren Schusswaffen, wenn sie irgendwo auftauchen ... Wie im Fall Guerrero, mit dem Massaker an Studenten, wo eben Unschuldige ihr Leben verloren haben. Womöglich unter dem Einsatz von unseren Schusswaffen, die gar nicht dort sein sollten. Dann ist es für mich letztendlich auch eine moralische, eine ethische Frage, ob ich das weiter vertrete."

Drei Abmahnungen habe er bekommen, weil er die Thematik in seinem Unternehmen angesprochen hatte. Die Abmahnungen seien später zurückgenommen worden, aber "brutalstes Mobbing über zwei Jahre" sei irgendwann zu viel gewesen. Im Januar 2009 hat er gekündigt. Und er ist nicht der einzige, der die Firma verlassen hat.

Wie die Waffenfirma Heckler & Koch mit Zweiflern umging

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