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Von einem Diplomaten, der beschloss, undiplomatisch zu sein

Hasnain KazimDienstag, 18.10.2022

Dies ist ein sehr lesenswertes Interview mit einem Mann, der es in Deutschland innerhalb kurzer Zeit zu Prominenz gebracht hat: Andrij Melnyk, bis vor einigen Tagen Botschafter der Ukraine in Deutschland. Und es ist ein Interview mit seiner Frau, mit Switlana Melnyk.

Bis zum Angriff Russlands auf die Ukraine war Melnyk kaum jemandem außerhalb der diplomatischen Kreise bekannt. Dann, nach dem Angriff, beschloss er, laut zu sein und auf die Ungeheuerlichkeit des russischen Vorgehens wieder und wieder hinzuweisen, deutlich und unüberhörbar und auch mal aggressiv. Er scheute keine direkte Auseinandersetzung, keine verbale Prügelei.

Manchmal wirkte er hilflos, bisweilen peinlich, hier und da schoss er übers Ziel hinaus. Alles in allem fand und finde ich sein Vorgehen aber richtig und faszinierend. In diesem Interview erklärt das Paar, warum es so vorgegangen ist. Wie gesagt: lesenswert!

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Kommentare 7
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 3 Monaten · bearbeitet vor 3 Monaten

    Klar im Vergleich zu Musk ... okay!
    Aber auch wenn ich 'undiplomatisches" Verhalten ab und zu durchaus gut finde, war Melnyk oft nicht einfach undiplomatisch, er war beleidigend und aggressiv - und zwar nicht gegenüber Russland oder irgendwelchen Putinverstehern. nein, er war gegenüber der deutschen Öffentlichkeit beleidigend, die doch auf Seite der Ukraine war/ist.

    ok klare Worte auch an die Deutschen, die sich von Russland abhängig gemacht hatten und eine rosarote Brille trugen - gern und nötig!

    Aber man schlägt nicht wild um sich als Diplomat...

    und hier jetzt im Interview so zu tun, als ob er das mit Kalkül tat, ist ja noch schlimmer.

    Aber ja, viele Reaktionen auf ihn waren ebenfalls beleidigend und unverhältnismäßig.

    und nur weil man sich beleidigt fühlt, dann gleich der ganzen Ukraine nicht mehr helfen zu wollen (wie es von einigen dann zu hören war), ist falsch. und zeigt/e nur, dass einige recht dankbar eine Rechtfertigung für ihre Russland'versteherei' angenommen hatten...

  2. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 3 Monaten

    Ich finde und fand immer wieder erstaunlich, wie extrem die deutsche Öffentlichkeit auf Melnyk reagierte.
    Gerade wieder zu beobachten bei seiner Replik auf Elon Musks "Friedensvorschlag" auf Twitter. Musks Initialreaktion, die "kostenlose" Unterstützung der Ukraine mit Starlink zu beenden, wurde von einigen Nutzern mit viel Häme gegenüber Melnyk aufgenommen. Mittlerweile hat Musk revidiert und offenbar - wieder mal - einige Fakten unerwähnt gelassen. https://www.theguardia...
    Das Interview finde ich auch deshalb sehr interessant. Offline scheinen die positiven Reaktionen zu überwiegen. Seine Einstellung zu seinen Tweets halte ich ebenfalls für erwähnenswert:
    "Ich bereue vieles, was ich geschrieben habe, aber im Gegensatz zu anderen lösche ich meine Tweets nicht. Das meiste habe ich spontan aus der Emotion heraus formuliert und nicht aus Kalkül. Und dazu stehe ich."

    1. Lutz Müller
      Lutz Müller · vor 3 Monaten · bearbeitet vor 3 Monaten

      Andrij Melnyk bleibt sich treu, bekennt sich auch zu Fehlern und hat sich für einige seiner Äußerungen entschuldigt. Mit seiner Ehrlichkeit sehe ich ihn weit über Elon Musk. Dass er seine Gefühle nicht kontrolliert und offen ausspricht, macht ihn zu einem atypischen Vertreter der diplomatischen Zunft. Ob er damit seinem Land geholfen hat?
      Melnyks Versuch, seine Position zu Stepan Bandera im Interview zu rechtfertigen, finde ich immer noch verharmlosend. Kollaboration mit den Nazis und Mitschuld am Holocaust in der Ukraine kann nicht mit vergleichbaren Vorfällen in anderen Teilen der Sowjetunion. aufgerechnet werden. Hier hätte ich eine Distanzierung zur Mitschuld dieses in Polen wegen Kriegsverbrechen Verurteilten erwartet.

  3. Der Barde Ralph
    Der Barde Ralph · vor 4 Monaten

    Der Fehler von Melnyk war, sich Diplomat zu nennen. Man spukt nicht die an, von denen man Unterstützung haben will.

    1. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 3 Monaten

      Er hat nicht gespuckt. Er hat die Wahrheit etwas undiplomatisch ausgesprochen. Nur das hilft gegen die Scheinheiligkeit in Teilen unserer Eliten …..

    2. Der Barde Ralph
      Der Barde Ralph · vor 3 Monaten

      @Thomas Wahl Das können sie gerne so sehen, für mich jedoch ist es schlechtes Handwerk und für mich gibt es da keine Rechtfertigung

    3. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 3 Monaten

      @Der Barde Ralph Schlechtes Handwerk unserer Eliten? Was ist da die Rechtfertigung?

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