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Wissenschaft und Forschung

Spielt Religion eine Rolle bei Wahlentscheidungen?

Gabriele Feile
Ich selbst. Botschafterin & Brückenbauerin.

...die mit dem Schmetterling.
Meine Intention: Ziemlich weite Blickwinkel beisteuern, meistens aus der Luft. Meine Botschaften: http://gabyfeile.de/botschaften

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Gabriele FeileSamstag, 24.07.2021

Früher war es einfach: Christ:innen wählten CDU/CSU, Muslim:innen die SPD und Konfessionslose die Grünen. Heute sind drei Viertel der Wahlberechtigten Wechselwählende. Die Konfession spielt - wie so einige andere Faktoren - keine Rolle mehr bei Wahlen. Das hängt mit dem veränderten Lebensstil der Menschen zusammen: mobiler, individueller, pluralistischer.


Die Selbstverständlichkeit, dass vor allem Katholiken eine der beiden Unionsparteien wählen, die gibt es nicht mehr. Untersucht hat das auch die Politikwissenschaftlerin Viola Neu für die unionsnahe Konrad Adenauer Stiftung. Ihr Fazit: Früher gab es einen recht engen Zusammenhalt von Katholiken und Unionsparteien, doch diese Bindung sei "über die Jahrzehnte sehr sehr brüchig geworden".

Dies betrifft aber nicht nur die Unionsparteien. Insgesamt stelle man in der Wählerschaft fest, dass die sozialstrukturellen Merkmale - egal ob Arbeiter, Gewerkschafter, Katholiken - für das Wahlverhalten über die Jahrzehnte an Bedeutung verloren hätten. Die alten Klischees funktionierten also nicht mehr, so die Wahlforscherin.


Was die Forscherin auch herausfand: Wer seinen katholischen Glauben intensiv lebt und z.B. wöchentlich in die Kirche geht, wählt eher die Union.

Auch bei anderen Glaubensrichtungen gelten die alten Annahmen nicht mehr. Die Offenheit einer Partei zählt häufig mehr, auch für aktive Politiker:innen, als christliche Werte.

Die Erkenntnisse zum Wahlverhalten der Konfessionslosen:


Auch bei dieser Wählergruppe kann man keine festen Parteipräferenzen mehr erkennen, weiß Viola Neu. Aus der Analyse der letzten Bundestagswahlen kann man jedoch ablesen, dass die Konfessionslosen eher als die konfessionell gebundenen die AfD und die Linke wählten.

Bei den Grünen waren die Konfessionslosen lange Zeit die stärkste Wählergruppe, doch seit rund zehn Jahren überwiegen sie dort nicht mehr. Die stärkste Wählergruppe der Grünen sind mittlerweile die Protestanten.


Das Fazit der Forscherin: Klischees zählen bei Wahlen nicht mehr.


Spielt Religion eine Rolle bei Wahlentscheidungen?

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