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Volk und Wirtschaft

Frank Lübberding
Journalist und Autor
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piqer: Frank Lübberding
Mittwoch, 11.09.2019

Pellet-Ofen und Notstromaggregat

In den kommenden Tagen wird in vielen Familien die jahreszeitlich begründete Frage gestellt, ob sie nicht die Heizungen anstellen sollten. Die Politik kennt solche Saisonartikel nicht: Dort ist immer Karneval. So diskutierten wir in den vergangenen Tagen über Ölheizungen. Es gab im vergangenen Jahr noch mehr als fünf Millionen Anlagen, in der Mehrheit älter als 20 Jahre. So forderten einige ein Ende der Förderung und ein Verbot der Neuinstallation. In 2018 wurden aber noch nicht einmal 2.400 Anlagen von der KfW gefördert. Zudem ist die Zahl der Neuinstallationen von Ölheizungen dramatisch gesunken. Der Markt regelt das offenbar von selbst. So hängt diese Debatte im Turboloch der Klimapolitik. Denn beim eigentlichen Thema hat sich seit diesem Spiegel-Artikel von 1981 nichts geändert. Dort war unter anderem schon Dänemark als Vorbild genannt worden. Nur haben wir bis heute weder ein Fernwärmesystem, noch Kraftwerke mit Kraftwärmekopplung als Standard. Zu Dänemark ist diese Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu empfehlen, so alt wie die meisten unserer Ölheizungen. Dazu gehört auch folgende Untersuchung aus dem Jahr 1999. Klaus Metz schilderte in seiner Länderstudie (S. 28 ff) den historischen Hintergrund des dänischen Erfolgsmodells: Es konnte an einen energiepolitischen Pfad anknüpfen und diesen fortentwickeln. Den haben wir im Gegensatz zu Dänemark längst verlassen und bis heute dummerweise keinen neuen gefunden. Deshalb gibt es bei uns lediglich einen PR-Mix aus Markt- und Verbotslogik im Angebot, kombiniert mit guten Wünschen. Mittlerweile soll auch der Wärmesektor mit der Wärmepumpe elektrifiziert werden, ohne allerdings zu wissen, wie in Zukunft der Strom in die Steckdose kommt. So tappen alle Politiker ohne Anknüpfungspunkte an existierende Strukturen im Dunkeln herum. Für die persönliche Energiewende bleibt bald nur noch unser sarkastischer Tipp: Pellet-Ofen und Notstromaggregat für alle Fälle. Oder wir finden endlich einen Pfad aus unserer Misere.

Pellet-Ofen und Notstromaggregat
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Kommentare 4
  1. Holger Lindner
    Holger Lindner · Erstellt vor 11 Tagen ·

    Hallo Frank,

    aber sicher haben wir "BHKW" als Standard schon lange im Portfolio... schaue einfach mal zB Senertec --> Dachs ... habe ich selber mal verscheuert. Kostet die Anlage aber komplett rund 25.000 Eurotzen, (jetzt bestimmt mehr), und die hat halt nicht jeder mal so liegen. Liegt halt auch an der Bonität. Könnt ich dir auch Twittern, aber diese Meinungs-Bolschewiki haben ja nichts besseres zu tun, als Accounts zu sperren. Wenn das die kommende KI ist, dann verzichte schon mal auf dein "Notstromaggregat". Denn Sinn Logik und Zweck, werden aus der Gesellschaft wie der Teufel vertrieben und wo des Nachts Licht leuchtet ohne den notwendigen Nachweis, wo denn die Säcke (PV made by Schilda) zum Einfangen sind, macht sich eh verdächtig.

    Da ich nunmal bei der Nummer 3 der Welt, hinter der Nummer 1 CAT/F.G.Wilson, hinter der Nummer 2 MTU Cummins, mein erfüllendes berufliches Schicksal gefunden habe, erlebe ich es nun tagtäglich LIVE, auch mit Netzbetreibern, was mit dieser Energiewende gemeint ist. Dazu äußere ich mich aber ohne Anwalt in der Öffentlichkeit der zensierenden KI Medien nicht mehr. Dazu sollte man dann auch noch die Feinheiten des "europäischen" Stromnetzes kennen.
    Denk mal nach: Wer als Industrination in einer zentralen, geografischen Lage sich befindet, und es sich leisten kann, die sichere Versorgung aus AKW und Kohle abzuschalten, in zufällige Ersatz-Religionen Milliarden investiert, da verbirgt sich bestimmt etwas mehr dahinter, als uns die Gretasekte weiß machen will oder?!

    Wenn Du genaueres wissen willst, dann biete ich Dir zu Arnsberg ein 2 tägiges Info-Seminar an, Du kannst gerne Kollegen aus dem Bereich der FAZ dazu einladen. Von dem Smart-Grid über die gesetzlich vorgeschriebenen Bilanz-Kreise hin zur EN-DIN-ISO 50001 ... Inkl. Speischermöglichkeiten Netzstabilisierung Stromerzeugung und Charakter der Strom "Verbraucher".

    Was euch abhängigen Hansel angeht, seht schon mal zu, evtl. euch gewisse technische Dinge anzueignen. Denn ganz Wartungsarm sind viele Dinge nicht, und meine Zunft ist in anderen Projekten der Dezentralisierung voll beschäftigt.

    Ich empfehle Dir, ein Echtes Aggregat kein Asynchron BHKW, welches mit LPG betrieben werden kann, und um die 20 kVA (3 Phasig) haben sollte. Bei einem cos.phi 0,8, wären das dann 16 kW. Von einem Diesel rate ich dir ab, damit kommst eh nicht zurecht ;D ... damit betreibst Du dann AUCH eine spezielle Luftwärmepumpe (LWP) mit R290 als "Kühlmittel" (Vorlauf Wasser °C bis 90 möglich) und kannst somit deine bestehende Ölheizung mit 2*20 Kanister Diesel, als Backup stehen lassen.
    Aggregat Luftgekühlt und LWP werden in Deiner Garage installiert. Die Abgastemperatur, wird in den Wasserpuffer überführt, und die LWP nutzt die Ambiente Temp. in der Garage.

    Dann trennst Du noch deine lebensnotwendigen Dinge, wie zB PC Notebook Kühlschrank Alarmanlage Telefon vom Haus Netz (NSHV), und betreibst die aus dem Akkupuffer heraus, der dann recht klein ausfallen wird.

    Wenn Du dann zu 100% Autark bist, dann sagste E-wie einfach Bescheid, und lässt das Netz kappen. Dann ist das Murksel auch zufrieden, denn dann hast Du das Ziel EEG erreicht. Die Energiewende zu 100% umgesetzt. Musst eben nur hoffen, immer LPG vorrätig zu haben.

    Nichts zu danken Frank...

    saludos Amigo

  2. Adam Cartwright
    Adam Cartwright · Erstellt vor 11 Tagen ·

    Ein Bekannter von mir ist vor einigen Jahren auf die "tolle" Idee gekommen, sich in den Keller ein BHKW einbauen zu lassen, um mit dem erzeugten Strom Geld zu verdienen und mit der Abwärme das Haus zu heizen.

    Nicht bedacht hatte er allerdings die hohe Anzahl der Volllaststunden, die er brauchte, um mit seiner Investition ins Plus zu kommen. Das führte dazu, dass das BHKW nicht nur im Winter lief, sondern auch bis in den Sommer hinein in Betrieb sein musste. Im Schnitt waren so permanent 26°C in der Bude und alle Fenster permanent auf Kipp. Es wurde buchstäblich zu Fenster hinaus geheizt. Dazu kam, dass das BHKW natürlich im ganzen Haus zu hören war.

    Da aus Kostengründen auch gebrauchtes und gefiltertes Bratfett aus div. Pommesbuden zum Einsatz kam, gab es häufig Beschwerden von den Nachbarn, da die Umgebung nach Pommes roch. Mit der Ehefrau gab es wegen des Geräuschpegels und der Hitze auch ständig Zoff.

    Bei den Begriffen "BHKW" und "Heizen mit Abwärme" gehen daher bei mir immer alle Alarmglocken an.

    @Holger
    Warum haben sie dich denn schon wieder gesperrt? Einfach mit anderer E-Mail neu anmelden!

    Apropos LPG. Wenn es keinen Diesel mehr gibt, ist es auch mit LPG vorbei. Fällt auch bei Raffinade von Rohöl an.

    1. Holger Lindner
      Holger Lindner · Erstellt vor 10 Tagen ·

      Hi,
      nööö bei Dwidder ist Schluß... die können mich mal. Willkür wohin der Algo blickt ;D Deppen-Pack eben.

      --> LPG tja... so ganz ohne was, läuft es nun wirklich nicht. Als echter "Prepper" würde ich ja einen 40.000 Liter Erdtank empfehlen. ;D Da kriecht dann auch nicht die "Diesel-Pest" hinein. Ich rede auch nicht von einem Städter, sondern von einem Speckgürtler oder Dörfler.

      Unsere kleinst Aggregate können ja NG und LPG verkraften... :) zur Not, kann man dann noch auf Energiekühe zurückgreifen ca. 1m³ CH4 / day oder wenn man die Ahnung hat, wirft man wieder den guten alten Holzvergaser an.

      --> BHKW tja... auch hier wieder KWK Förderung ohne die notwendigen Bh/anno zu erreichen. An die 6.000 sollten es schon sein, und dienen auch nur für die Grundlastversorgung. Ergo für 1-2 Familienhäuser gar nicht geeignet. Es sei denn, man macht mit den Nachbarn ein kleines "Nahversorgungsnetz". Geht... wenn der "Maschendrahtzaun" niedrig, und der Nachbar nicht gerade die Nachbarin... ;D

      Daher können ja auch die alten Ölkessel drinne bleiben, und zur Spitzenlast dienlich sein. Muss halt nur der schwarze Mann dokumentieren.

      --> Pellet tja... kommen meistens aus Sägewerken und werden ja wie beim Fleischwolf zu Würmern gedrückt. Denen könnte man glatt Raps-Trester bei fügen, aber das erlaubt ja die Brennstoffverordnung nicht. Irgendwas ist ja immer. Ansonsten, Pellet nur dann, wenn Sägewerk funktioniert.

      --> Heizen mit Abwärme tja... es ist nicht des Teufelswerk, aber man sollte gewisse Dinge beachten. So kann man zB die Abgase in ein "Silo" abführen, dort ist eine LWP mit COP dann rund 5.0 mit R290 (Propan) am werkeln, wäre das einfachste, und man kann auf aufwendige Abgaswärmetauscher verzichten. Herkömmliche LWP nutzen Kältemittel, die gerade mal so die 60°C erreichen und meist nur in Kombi mit Fußbodenheizungen "funktionieren".

      --> Zusätzliche LWP auf dem Dachboden, dazu bedarf es aber, dass die Raumwärme in diesen Dachboden geführt wird. Dort kann dann auch das Brauchwasser für die Dusche erwärmt werden. Wichtig nur die Temp. wegen den Legionellen.

      man kann also vieles machen.

    2. Holger Lindner
      Holger Lindner · Erstellt vor 10 Tagen ·

      Im Übrigen, können wir beide uns gerne ja auch hier unterhalten.
      Macht immer wieder Spaß, sich mit Leuten zu unterhalten, die wenigstens was von der praktischen Materie verstehen.

      Diese ganzen hyperaktiv, kreischenden Mädels der Greatsekte, kann ich nicht mehr lesen und hören.

      Diese Gören haben in ihrem nur eines gelernt, FORDERUNGEN zu stellen. Wie es die GENE eben so vorsehen. Kein FATZ an Hirn vorhanden, auf welcher BASIS die überhaupt im HIER und JETZT rum FURZEN !!!

      Dann sollen die sich mal die Energieversorgung der Datencenter an der Hanauer-Landstraße zu FFM anschauen, über diese Einrichtungen sie Ihre Flatulenz ablassen können. Fratzenbuch Dwidder und Co.KG.

      Das, was im Moment passiert, ist an geistiger Erbärmlichkeit nicht mehr zu toppen.

      Die würden sogar einen SUV verteufeln, wenn er auf der Basis "Kettcar" basiert und nur mit Muskelkraft betrieben werden kann !!!

      @luebberding meint zwar immer, diese Forderungen wären "legitim" ... nööö ... wenn es in die absolut extremistische Wahnvorstellung abdrifftet, gehören die in die "Geschlossene" !!!

      Zum FIN:

      Wenn der Mensch Veganer werden sollte, dann hätte der liebe Gott nicht die Wiederkäuer (Pflanzenfresser) erfinden müssen.

      Das Rindviech ist Veganer !!!

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