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Technologie und Gesellschaft

Wie Games die militärische Ausbildung prägen

Florian Meyer-Hawranek
Head of Content, PULS

Redakteur bei PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks | u.a. für den Podcast "Einfach machen" und die Reportagereihe "Die Frage" | davor: Reporter für Fernsehen, Hörfunk und Print u.a. für quer | unterwegs in München, im Netz und in Lateinamerika

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Florian Meyer-HawranekMontag, 28.06.2021

Computerspiele werden immer realistischer. Ausbildung und Schulungen immer mehr durch virtuelle Inhalte bestimmt. Vollkommen klar, dass das auch auf einen ganz speziellen Bereich von Spielen und Trainings zutrifft: den militärischen. Games werden zunehmend in der militärischen Ausbildung eingesetzt: in großen Simulationen genauso wie in kleinen Lerneinheiten, die intuitiv in Virtual Reality ein neues Waffensystem erklären sollen.

Das Ganze hat große Vorteile, birgt aber auch Gefahren – gerade in einer Zeit, in der auch kriegerische Auseinandersetzungen selbst mit echten Waffeneinsätzen wie beispielsweise den Abschuss einer Rakete von einer Drohne aus immer mehr wie Computerspiele werden. Zumindest aus Sicht der gut ausgebildeten Soldat:innen, die die Hightech-Waffen steuern. Aber wo hört das Spiel auf und wo fängt die Simulation an? Und was heißt das für Bundeswehrausbilder:innern und die Personen, die in erster Linie Spiele entwickeln? Diesen Fragen geht die fast einstündige Podcast-Folge "Das ist kein Spiel" nach. Die These der Folge:

Viele Jahrzehnte prägten militärische Entwicklungen und Inhalte die Computerspielindustrie. Fast unbemerkt hat sich diese Beeinflussung umgekehrt: Heute nutzt das Militär Design, Mechanik und Psychologie von Games für seine Ausbildung.

Hinter der Podcast-Episode steckt ein enormer Aufwand. Zu Wort kommen Soldaten, Ausbilder, Spieleentwickler (die in einigen Fällen ehemalige Militärs sind) und Friedensaktivisten. Dem Autor Tobias Nowak gelingt es, ein anschauliches und ziemlich umfassendes Bild auf einen Bereich zu werfen, von dem ich vorher relativ wenig wusste – und der sich in den vergangenen Jahren rasant verändert hat:

Fest steht, dass die militärische Forschung der letzten 80 Jahre die Computertechnologie erst ermöglicht hat. Es ist daher nicht überraschend, dass sich die militärischen Wurzeln der Computertechnologie besonders deutlich in Computerspielen zeigen: Das Militär prägte über Jahrzehnte, wie Games aussahen und worum es in ihnen ging. In den letzten zehn Jahren scheint sich dieser Einfluss aber umgekehrt zu haben – weitgehend unbeachtet. Wie prägen heutzutage die Ästhetik, die Technik und die Psychologie der Computerspiele das Militär, vor allem aber die Ausbildung von Soldatinnen und Soldaten?

Wie Games die militärische Ausbildung prägen

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Kommentare 5
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 4 Monaten

    ja das "gab es schon immer", das neue ist wohl dass das spätere soldatische Tun häufig tatsächlich wie im Spiel funktioniert...

  2. Norbert Simon
    Norbert Simon · vor 4 Monaten · bearbeitet vor 4 Monaten

    Wer schon mal in einem Antiquitäten-Geschäft war, erinnert sich womöglich an die präsentierten „Dachboden-Fundstücke“: für die Mädels schicke Puppen und Miniküchen, für die Jungs „Kriegsspielzeug“.

    Verwunderlich, dass jetzt so getan wird, das sei ein neuer Trend. Das Militär hat schon immer mit der Spiele-Industrie kooperiert, bis vor gar nicht allzu langer Zeit sogar erheblich maßgeblicher (für die Jungs) geprägt, als das jetzt der Fall ist. Warum sollten die also weiter mit Holzklötzchen spielen?

    1. Florian Meyer-Hawranek
      Florian Meyer-Hawranek · vor 4 Monaten

      Stimmt. Da bin ich voll bei Ihnen. Ein Unterschied wird in dem Podcast aber schon rausgearbeitet. Die Bedeutung der Spiele für die Ausbildung/fürs Training. Da ist es mittlerweile in Fällen so, dass die Entwicklungen vom zivilen Markt her kommen und dann adaptiert werden. Die angepasste Frage wäre also: Wann wurde das Holzspielzeug, das Kriegsspielzeug so gut, dass es nicht nur für Jungs interessant war, sondern auch für Soldat:innen.

    2. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 4 Monaten

      @Florian Meyer-Hawranek Ich erinnere mich dumpf an einen Fernsehbericht vor ein paar Wochen, in dem Soldaten (hier waren es nur Jungs…) mit „Holzspielzeug“ von deutschen Soldat(:innen? → unwahrscheinlich…) trainiert wurden. Also selbst heute reicht noch „Holzspielzeug“.

      Die Entwicklungen für die Armeen dieser Welt kommen immer aus dem „zivilen Markt“. So hat die A400 von Airbus zuerst eine zivile Musterzulassung erhalten, bevor sie zur A400M wurde. Und an der wird ja schon reichlich lange „herum modifiziert“. Ob die Sachen dadurch „so gut werden“, dass sie „auch für Soldatïnnen gut genug sind“, möchte ich (vorsichtig) anzweifeln.

      Letztendlich war und ist alles erst einmal „gut genug“ – hängt vom Verkäufer ab. So hat die Bundeswehr schon mal (unmodifizierte!) Schlauchboote für den zig-fachen Preis eingekauft, den sie in jedem Bootsladen bezahlt hätten.

      Ich stelle damit keineswegs in Abrede, dass es »psychologisch« eine neue Dimension ist, dass die Trennung zwischen „Ernst“ ↔ „Spiel“ verschwimmt. Das ist das eigentlich Neue…

    3. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 4 Monaten

      @Norbert Simon Ist mir gerade wieder vor die Füße gefallen: Bei der Bundeswehr ist auch Holzspielzeug durchaus aktuell:

      https://www.abendblatt...

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