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Pop und Kultur

Männer mit Metalldetektoren: Die wunderbare Britcom "Detectorists"

Fabian Peltsch
Musikjournalist

Fabian Peltsch lebt und arbeitet in Peking und Berlin und schreibt regelmäßig für Rolling Stone, Musikexpress, Mint, Gründerszene, RADII, Fluter und die Berliner Morgenpost. Er interessiert sich vor allem für globale Popkultur-Perspektiven jenseits von World-Music-Klischees.

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Fabian PeltschFreitag, 05.02.2021

Auf Netflix ist gerade "The Dig" zu sehen, ein wunderbarer Film über den Hobby-Archäologen Basil Brown, der im Jahr 1939 ein angelsächsisches Schiffsgrab aus dem 7. Jahrhundert entdeckte – bis heute einer der bedeutendsten archäologischen Funde Europas.

Einen perfekten Anschluss an die melancholische Archäologen-Saga bietet die preisgekrönte britische Serie "Detectorists", die gerade auf Arte.tv gestreamt werden kann. Sie handelt von den beiden Freunden Andy und Lance, die als Teil des "Danebury Metal Detecting Club" jeden Tag mit Metalldetektoren über die Weiden Ostenglands streifen, in der Hoffnung ebenfalls eines Tages so einen Fund zu machen wie einst Basil Brown. Während Sie dabei vor allem Dosenverschlüsse, Nägel und Matchbox-Autos aus der Erde fördern, geht ihr Privatleben langsam, aber sicher den Bach runter. Der Gabelstaplerfahrer Lance kommt nicht über seine Ex-Frau hinweg, die ihn verpflichten will, ihren New-Age-Laden vor der Insolvenz zu bewahren. Und Archäologie-Langzeitstudent Andy gerät in ein Eifersuchtsdrama, nachdem sich die junge Geschichtsstudentin Sophie dem Loser-Club anschließt. Und dann sind da auch noch die zwei Konkurrenz-Detektoristen Philip und Paul, die optisch an „Simon & Garfunkel“ erinnern, und den beiden den vielversprechenden Boden des offenbar verrückten Farmers Bishop streitig machen.

"Detectorists" ist wie "The Dig" mit anderen Mitteln: In beiden geht es um Vergänglichkeit und die Frage, was am Ende eigentlich wichtig ist im Leben. Statt stillem Drama bedient sich die BBC-Britcom jedoch einer zurückgelehnten und herzerwärmenden Situationskomik, die vor allem in der liebenswerten Verzagtheit der Protagonisten zum Tragen kommt. Kein Wunder: Serien-Schöpfer Mackenzie Crook hat bereits als Teil der Crew von "The Office" das menschliche Drama in subtilsten Zwischentönen ausgelotet. 

"Sondeln", wie die Schatzsuche mit Metalldetektoren in den Arte-Untertiteln übersetzt wird, ist dank der Serie übrigens ein großes Ding in Großbritannien geworden, wie ein Artikel zum Thema im New Yorker betont:

Last year, detectorists in England, Wales, and Northern Ireland were responsible for thirteen hundred treasure finds, far exceeding the number made by professional archeologists. The expansion of the pastime has been encouraged by a popular sitcom, “Detectorists”—created by and starring Mackenzie Crook, of the original version of “The Office”—about the quest of two amateurs to make a great discovery. (“It’s basically the Holy Grail of treasure hunting.” “Well, no, the Holy Grail is the Holy Grail of treasure hunting.”) The show’s representation of the detectorists is wistful; their search is not just for treasure but for companionship and masculine identity.

Männer mit Metalldetektoren: Die wunderbare Britcom "Detectorists"

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