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Pop und Kultur

Deutschrap ist ein Algorithmus geworden

Fabian Peltsch
Musikjournalist

Fabian Peltsch lebt und arbeitet in Peking und Berlin und schreibt regelmäßig für Rolling Stone, Musikexpress, Mint, Gründerszene, RADII, Fluter und die Berliner Morgenpost. Er interessiert sich vor allem für globale Popkultur-Perspektiven jenseits von World-Music-Klischees.

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Fabian PeltschMittwoch, 27.01.2021

Deutscher Cloud-Rap, beziehungsweise Trap ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt. Neue Künstler geben sich in immer kürzerer Zeit die Klick-Hype-Klinke in die Hand. Die Subkultur hat sich inzwischen so sehr in Insider-Kosmen atomisiert, dass selbst ein Szene-Kenner wie Johann Voigt auf Twitter zugibt: „Habe mit 25 den Punkt erreicht, an dem ich Teile von Deutschrap nicht mehr verstehe“.

Wer Newcomer der zweiten Cloud-Rap-Generation wie Yin Kalle, negatiiv OG und Edo Saiya zum ersten Mal sieht und hört, wird ähnlich fühlen. Eine Übersicht inklusive Musikvideos gibt Nikolai Schirrmeister in einem Beitrag für das kaput mag:

In diesem Beitrag soll es um die Protagonisten dieser neuen Deutschrap-Szene gehen, deren Fangemeinden so rasant wachsen – würde es die Pandemie nicht geben, hätten viele von ihnen 2020 / 2021 ihre erste Headliner-Tour gespielt –, dass es wichtig ist, sich mit ihrem Auftreten und den von ihnen vermittelten Inhalten auseinanderzusetzen.

Mit Verweisen auf Karl Marx und Michel Foucault klingt der Text nach alter Spex-Schule, was man erfrischend oder unangemessen finden kann, bei einer Szene, die längst ohne klassischen Musikjournalismus auskommt und sich eher in Live-Streams und Kommentarspalten selbst kommentiert. "Deutsch-Rap ist ein Algorithmus geworden", wird der gesichtstätowierte Rapper und Labelmacher Sierra Kidd zitiert. Wichtigster Punkt ist hier neben den Drogen das Authentizitäts-Narrativ. Auch in deutscher Sprache emanzipiert sich das Genre nach wie vor kaum von amerikanischen Vorbildern wie Playboi Carti oder Lil Peep und will es wohl auch gar nicht. Wie beim Punk geht es nicht in erster Linie um Langlebigkeit, Eigenständigkeit und künstlerisches Wachstum. "Viel feiern, wenig denken" erklärt Yin Kalle seinen Arbeitsprozess in einem Chat-Interview gegenüber BR-Puls. ARTE Tracks hat den milchgesichtigen Rapper, der optisch ausgerechnet an Erlend Øye erinnert, in einem Beitrag zu seinem anscheinend harten Drogenkonsum befragt. Man kann das alles leicht aufgesetzt und peinlich finden. Eine Ahnung, dass die deutsche Popkultur eine neue Richtung mit neuen Regeln eingeschlagen hat, bleibt dennoch haften. 

 

Deutschrap ist ein Algorithmus geworden

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