Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Europa

Wenn der Chefdiplomat auf Krieg setzt

Eric Bonse
Finanzkrise, Eurokrise, Deflations-Gefahr: Als EU-Korrespondent in Brüssel wird man notgedrungen zum Wirtschaftexperten.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg, danach als freier Journalist nach Paris, wo mich das "Handelsblatt" engagiert hat. Seit 2004 lebe und arbeite ich in Brüssel, seit 2010 wieder freiberuflich, u.a. für "taz" und "Cicero". Zudem betreibe ich den EU-Watchblog "Lost in EUrope".

Zum piqer-Profil
Eric BonseMontag, 11.04.2022

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell ist schon öfter durch seine harschen, undiplomatischen Äußerungen aufgefallen. Doch nun hat der Chefdiplomat aus Brüssel eine rote Linie überschritten. Borrell hat sich nicht nur skeptisch zu einem Energieembargo geäußert – selbst ein Boykott der russischen Gaslieferungen würde, seiner Meinung nach, den Krieg in der Ukraine nicht beenden. 

"Alle fragen mich, wann stoppst du das Gas. Was den Krieg angeht, ist das nicht die Schlüsselfrage", sagte Borrell zu einem möglichen Embargo. "Auch wenn man morgen aufhört, Gas zu kaufen, wird Russland weiter kämpfen."

Nein, Borrell fordert auch mehr Waffenlieferungen und behauptet, der Krieg werde "auf dem Schlachtfeld" gewonnen. Das mag wie eine Selbstverständlichkeit klingen. Doch damit verlässt der Spanier endgültig das Feld der Diplomatie. Der Mann, der den Europäischen Auswärtigen Dienst leitet und sich qua Amtes um Vermittlung und Deeskalation kümmern sollte, setzt auf Krieg gegen Russland.

Erstaunlicherweise haben nur wenige deutsche Medien diese wichtige Wendung vermeldet. Selbst "Zeit Online" spart das entscheidende Zitat, das Borrell auf Twitter lieferte, aus. Dennoch sei der Artikel hier empfohlen. Denn ohne ihn lässt sich auch die harsche Reaktion aus Moskau nicht verstehen. Dort erklärte  Außenminister Lawrow, Borrells Äußerung sei ein "ernsthafter Wendepunkt"...

Wenn der Chefdiplomat auf Krieg setzt

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt kostenlos Mitglied!

Kommentare 2
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 4 Monaten

    ich würde ja dem Text zustimmen dass es zumindest. ..interessant ist wenn er sich so äußerst. Wenn ich es auch weit aus bedenklicher finde dass er den Embargos die Möglichkeiten abspricht. Aber dann zum Schluss des piqd der Tenor dass deswegen (!) Russland so harsch reagierte... Das finde ich jetzt auch äußerst bedenklich.

  2. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 4 Monaten · bearbeitet vor 4 Monaten

    Was hinter den Kulissen geschieht, werden erst künftige Historiker erforschen.

    Was spricht aber dagegen, dass die EU eine mehrsträngige Politik betreibt? Macron telefoniert mit dem Gewaltherrscher, der österreichische Kanzler besucht ihn, Borrell trommelt für Waffen. Ohne diese wird die Ukraine die wahrscheinlich bevorstehende Schlacht im Osten verlieren.

    Oder ist das keine mehrsträngige Politik, sondern einige scheren einfach aus?

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Europa als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.