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Dmitrij Kapitelman
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piqer: Dmitrij Kapitelman
Donnerstag, 23.05.2019

Als die palästinensischen Frauen von Jubbet ad-Dib die Macht übernahmen

Was passierte, nachdem vierzehn Frauen das Büro der palästinensischen Lokalverwaltung stürmten, um gegen die unmöglichen Lebensbedingungen in ihrem Dorf Jubbet ad-Dib zu protestieren? Das verdreckte Wasser, die Abgase, die fehlende Elektrizität sowie unbefahrbare Straßen. 

Nun zuerst passierte patriarchale Awkwardness, weil der Mann hinter dem Schreibtisch keineswegs auf Kosten seiner weiblichen Besucher ein Taxi nach Jubbet ad-Dib nehmen wollte (um sich ein Bild zu machen).

Dann passierte sauberes Wasser, Solarfelder für eigene Elektrizität, Straßen, endlich 21. Jahrhundert. Die Frauen von Jubbet ad-Dib wurden zu Stars der palästinensischen Gebiete ("berühmter als Michael Jackson"). Das ist die eine Seite. 

Andererseits müssen sie weiterhin mit den örtlichen Behörden um Anerkennung kämpfen. Besser gesagt, bekämpfen die sich bedroht fühlenden Behörden den politischen Konkurrenten. Und was sagen überhaupt die Herren der Schöpfung zum neuen Machtverhältnis? Zumal die Association of Jubbet ad-Dib Women eine strittige strategische Entscheidung getroffen hat: Man ist bereit, mit israelischen Organisationen zu kooperieren. Eben jenen Israelis also, deren Militär die schwer erkämpften Solarfelder zwischenzeitlich einfach konfiszierte.

Starker, gesellschaftspolitisch spannender Text.

Als die palästinensischen Frauen von Jubbet ad-Dib die Macht übernahmen
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