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Dirk Liesemer
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piqer: Dirk Liesemer
Dienstag, 16.02.2021

Warum es falsch ist, dass der WDR die Blackfacing-Szenen zensiert

Kaum eine Disziplin beherrscht der WDR besser, als den Zorn der Twitter-Gemeinde zu provozieren. Vor allem rund um die närrischen Tage läuft der Sender zur Hochform auf. Jetzt war es wieder so weit: Gezeigt wurde ein Zusammenschnitt der vergangenen fünfzig Karnevalsjahre. Wenig verwunderlich gab es dabei Szenen, die für politisch korrekte Menschen tabu sind: lustige Jecken, die sich ihre Gesichter schwarz angemalt haben.

Twitter schrie sofort: Blackfacing! Rassismus! Und der Sender entschuldigte sich und montierte stante pede einen Warnhinweis über die entsprechenden zehn Jahre alten Szenen – im Detail kann man alles im Tagesspiegel nachlesen.

Normalerweise würde ich nun einen Text zur aktuellen Causa vorstellen, aber mir herrscht bei diesem Thema hierzulande zu viel Wokeness. Gefunden habe ich einen englischsprachigen Meinungsbeitrag einer schwarzen Autorin, der im vergangenen Jahr in der New York Times erschienen ist: "A Brief Guide to 21st Century Blackface". Es geht darin natürlich nicht um den deutschen Karneval, schon gar nicht um den WDR, sondern um Gesichtsschwärzung in den USA.

Dass man US-Debatten nicht einfach importieren sollte, versteht sich von selbst. Weil dies jedoch ständig passiert, will ich hier explizit festhalten: Blackfacing beim deutschen Karneval lässt sich nicht eins zu eins gleichsetzen mit Blackfacing in US-Videoclips. Und um den Brauchtumsforscher Philipp Hoffmann zu zitieren: Wenn sich die Kölner Jecken ihre Gesichter schwarz färben, dann beruht dies auf einer "langen Tradition, sich in Form anderer Ethnien zu verkleiden". Erwähnen kann man zudem die Maskeraden der Commedia dell’arte des 16. Jahrhunderts, die ebenfalls nichts mit Rassismus zu tun haben.

Trotz dieser Einschränkung dürfte das Meinungsstück der New York Times auch für die hiesige Debatte erhellend sein, schließlich wird differenziert argumentiert, warum die Unkenntlichmachung von Blackfacing verständlich, aber grundsätzlich der falsche Weg sei – und das, denke ich, gilt dann auch für die opportunistische Reaktion des WDR.

So schreibt Aisha Harris über die Verwendung und Wirkung von Blackfacing in den USA:

Sometimes it’s self-aware; sometimes it can be a scathing critique; other times, an unnecessary provocation. It can tell us how we’re supposed to perceive a character or make us question the creators’ judgment. It can do several of these things at once. Considering the use of blackface within its distinct narrative context — and not just as a referential snippet or meme — reveals that the mere presence of it does not necessarily mean something offensive is taking place.

Auf Deutsch: Ein Aufschrei kann richtig sein, aber oft muss man schon genauer hinschauen. Blackfacing ist nicht immer beleidigend zu verstehen.

Warum es falsch ist, dass der WDR die Blackfacing-Szenen zensiert

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Kommentare 26
  1. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor 4 Tagen

    Wolfgang Thierse aktuell in der FAZ zur Frage, wie viel Identität unsere Gesellschaft verträgt – mit einer Bemerkung zum Blackfacing:

    "… Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten, ist der programmatische Titel eines Buches von Alice Hasters. Ja, wir Weiße haben zuzuhören, haben Diskriminierungen wahrzunehmen. Aber die Kritik an der Ideologie der weißen Überlegenheit darf nicht zum Mythos der Erbschuld des weißen Mannes werden. Die Rede vom strukturellen, ubiquitären Rassismus in unserer Gesellschaft verleiht diesem etwas Unentrinnbares, nach dem Motto: Wer weiß ist, ist schon schuldig. Und deshalb sei Blackfacing, sei kulturelle Aneignung über Hautfarben und Ethniengrenzen hinweg nicht erlaubt. Verbote und Gebote von sprachlichen Bezeichnungen folgen. Das erzeugt falsche kulturelle Frontbildungen, Unsicherheiten und Abwehr. Eine Abwehr, die offensichtlich nicht nur zum rechten Rand, sondern bis weit in die Mitte der Gesellschaft reicht. Umso mehr bestätigt diese dann wieder den Rassismusvorwurf, ein Circulus vitiosus. …"

    https://www.faz.net/ak...

    https://blendle.com/i/...

    1. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 4 Tagen · bearbeitet vor 4 Tagen

      Erbschuld klingt schlimm. Aber ja: wer heutzutage "weiß" ist, ist automatisch von Geburt an privilegiert und rassisiziert. schuldig wird man wenn man es trotz Möglichkeit und Bildung nicht hinterfragt.

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Tagen · bearbeitet vor 4 Tagen

      @Cornelia Gliem Ich halte das für ein atemberaubend reduziertes Geschichtsbild. Große Teile Europas waren selbst Kolonien, etwa Rußlands oder der Osmanen. Der Norden Europas war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts selbst bitter arm. Der innerafrikanische und arabo-islamische Sklavenhandel war länger, war die Voraussetzung für den transantlischen Sklavenhandel und wurden erst durch weiße Kolonialisten beendet. Das Wort Sklave kommt wahrscheinlich von den Slawen, die lange Zeit von Arabern als Sklaven gehandelt wurden. Jeder, der heute in einem wohlhabenden, industrialisierten Teil der Welt geboren wurde - ob im weißen Europa oder im gelben Asien oder vielleicht auch in den Emiraten - kann von Glück reden und sollte das hinterfragen. Völlig richtig. Aber Vorurteile und Hass gegenüber anderen Völkern mit anderen Hautfarben sind nun wirklich kein weißes Privileg.

  2. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 9 Tagen

    Ich mache schon einen unterschied zwischen sich als Indianer verkleiden oder "Zigeuner" - oder sich das Gesicht schwarz zu bemalen.
    ja ich unterscheide auch zwischen Blackfacing der Amerikaner und dem Bemalen bei Karneval oder 3-Königs-Singen.
    und Absicht ebenso wie Wirkung einer öffentlichen Verkleidung sind beides wichtig!
    Der kontext in usa ist dabei grundsätzlich und historisch herabsetzend (was bei unserem Karneval nicht immer und beim Melchior sicher nicht der Fall ist). Aber auch dort gibt es heute zb weiße Jugendliche die bewundernd ihr schwarzes Rapper-Idol nachahmen wollen.
    Das ist kulturelle Aneignung - ja! - aber eigentlich positiv. und kulturelle Entwicklung gibt es immer nur durch Mischung und Übernahme und Beeinflussung.
    Dazu gehört gerade aber Aufmerksamkeit. Hinhören und Sensibilität. Wen man nachahmen möchte, den möchte man doch nicht verletzen oder beleidigen.

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 9 Tagen

      In der Tat muss man auch mal die positiven Effekte der kulturellen Aneignung begreifen: B.B. King war sein Leben lang Eric Clapton dankbar, dass dieser den Blues bei jungen weißen Kids populär gemacht hat. In der Folge profitierten davon auch die schwarzen Musiker und der Blues überhaupt.

  3. Yvonne Franke
    Yvonne Franke · vor 13 Tagen

    Der von der Autorin genannte Punkt "an unnecessary provocation" trifft doch aber im Falle von Karnevalskostümierungen eindeutig zu. Womit lässt sich das denn rechtfertigen? Mit der Tradition?

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 13 Tagen

      Nein, das halte ich nicht für eine Provokation, sondern für Maskenspiel beim Karneval, wobei man darüber schlecht diskutieren kann, weil die Szenen ja nicht mehr zugänglich sind.

    2. Michael Praschma
      Michael Praschma · vor 12 Tagen

      Eine Provokation setzt voraus, dass sie beabsichtigt ist, sonst ist es keine, finde ich. Und wenn es keine ist, dann gibt es auch keinen Rechtfertigungsbedarf.
      Gerade erst erschien ein Piq (?), wo sich ein Angehöriger der Dakota über Indianerkostüme im rheinischen Karneval beschwerte. Sie tun ihm weh, schrieb er. Aber warum? – Das nachvollziehbar zu machen, ist ihm über viele Zeilen nicht gelungen.

    3. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 12 Tagen

      @Michael Praschma Bei einer Provokation stellt sich auch die Frage, was genau damit bezweckt werden soll.

    4. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 12 Tagen

      @Michael Praschma Provokativ kann auch sein, was nicht als Provokation gemeint war. Und ich würde schon immer dem Provozierten das Recht zubilligen, darüber zu entscheiden, was ihn provoziert (ebenso mit Ängstlichen, Beleidigten oder Schmerzempfindenden). Andersrum bräuchte ich dann einen sehr konkreten Grund, um zu sagen: "ich scheiss auf dein Gefühl der Provokation!"

      Ich hatte vor "PC Zeiten", sowas wir vor fast 30 Jahren eine Sioux zur Freundin. Von ihr und ihren Freunden weiß ich, dass es (natürlich?) schwierig ist, wenn man zu einer innerhalb von 100 Jahren fast komplett ausgerotteten Kultur gehört, dabei zuzuschauen, wie Menschen in bizarren Interpretationen deiner traditionellen Tracht, sich saufend und feiernd an Märchenprinzessinnen und Clowns reiben. Sie waren nicht sauer deshalb, auch nicht beleidigt. Ich glaube auch nicht provoziert. Aber explizit fühlten sie sich unsichtbar, nicht wahrgenommen und traurig.
      Mir erscheint das vorsichtig gesagt nachvollziehbar.

    5. Kommentar entfernt
      Kommentar entfernt · vor 12 Tagen · bearbeitet vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde gelöscht.

    6. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 12 Tagen

      (in Antwort auf gelöschten Kommentar) jaja...und oh je, ich war früher als HipHop und Dancehall DJ tätig.

      Nein im Ernst Dirk - da wird gar nichts "gefährlich", weil nämlich niemand sagt "du darfst das nicht". In den wenigen Fällen, wo dort tatsächlich autoritär vorgegangen wird, ist gerne dagegen aufzubegehren. Meine persönliche Erfahrung macht es mir leicht, Indianerkostümierung unangemessen zu finden und zu unterlassen. Wenn ein Hamburger Kindergarten es Kindern verbietet, finde ich es trotzdem falsch.
      Es ist also wie du glaube ich auch sagst: differenziert zu betrachten. Regel und Zwang lehne ich auch völlig ab. Aber warum sollten wir nicht einfach sagen "ja, ich höre und sehe, wie andere das empfinden und ich bin bereit darauf Rücksicht zu nehmen".

    7. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 12 Tagen · bearbeitet vor 12 Tagen

      @Marcus von Jordan Sorry, ich bin hier mit den Kommentaren durcheinandergekommen, der oben gelöscht Kommentar findet sich jetzt nun hier unten drunter ;-) Ansonsten: Es wird aber gesagt, man dürfe das nicht - und zwar in allen von mir notierten Fällen.

    8. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 9 Tagen

      @Marcus von Jordan Ich stelle mir diese Welt fürchterlich vor, in der wir uns wechselseitig unserer Empfindsamkeiten um die Ohren schlagen, entschuldigen und unsere wahren Gedanken verstecken. Wo bleibt da die wechselseitige Toleranz, die Vielfalt und vor allem die Robustheit gegenüber wirklichen Problemen und Schicksalsschlägen? Gegenüber Streit, Scheidung, Krankheit und Tod? Gegenüber den wirklichen Tatsachen des Lebens?

    9. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 12 Tagen

      @Marcus von Jordan Ich finde, da wird die Debatte sehr gefährlich. Was ist mit weißen Jugendlichen, die sich Rastazöpfe wachsen lassen? Wollen wir ernsthaft diskutieren, ob die das dürfen? Was ist mit einer kanadischen Schriftstellerin, die ein Buch über einen schwarzen Flüchtlingsjungen schreibt, der in Nordamerika um sein Überleben kämpft? Darf die das, zum einen als Frau, zum anderen auch noch als weiße Frau? Was ist mit einer dunkelhäutigen Frau, die sich mit Make up ihre Haut aufhellt? Darf die dads? Und was ist mit der Schauspielerin, die zwar hetero ist und Kinder hat, aber ein Angebot für eine Rolle als lesbische Frau erhält? Soll sie ablehnen? Mag absurd klingen, aber man muss nur mal googlen und stößt auf solche identitätspolitischen Gefechte.

    10. Michael Praschma
      Michael Praschma · vor 12 Tagen

      @Marcus von Jordan @Marcus von Jordan Ich plädiere nicht dafür, auf diese Empfindungen zu "scheißen", sondern differenziert wahrzunehmen. Ich kenne z. B. jemanden, der mit dem verzerrten, aber ja doch prinzipiell respektierenden "Indianerbild" von Karl Mays Winnetou großgeworden ist und inzwischen, auch nach einigen Reisen nach Amerika, gut Bescheid weiß, sich für die Rechte der Indigenen dort einsetzt – und im hiesigen Fasching immer als "Indianer" geht. Es wäre absurd, das als eine Form rassistischer kultureller Aneignung zu diffamieren. Ja, es gibt sicher auch andere, die sich als Indianer kostümieren. Ich meine allerdings, dass wir für den Antirassismus nichts gewinnen, wenn Angehörige unterschiedlicher Rassen (die es ja so nicht gibt) von vornherein mit heruntergelassenem Visier und zähnefletschend aufeinander losgehen.

    11. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 12 Tagen

      @Michael Praschma Als Kind habe ich mich immer als Indianer verkleidet, ich habe sie regelrecht verehrt – für mich war klar: die Aggressoren, das sind die Cowboys. Und indem ich mich verkleidet habe, habe ich mich in die Rolle der Indianer hineinversetzt, mich mit ihnen beschäftigt, mir ihre Nöte vorgestelltn und darüber getrauert, dass sie in Reservate verfrachtet wurden. Natürlich alles mit der entsprechenden kindlichen Naivität.

    12. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 12 Tagen

      @Dirk Liesemer dito - drum: es Kindern zu verbieten ist faul und falsch.

    13. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 12 Tagen

      @Michael Praschma Ich entschuldige mich für das "scheissen". Aber was genau willst du differenziert wahrnehmen? Das Gefühl, das jemand anders sich provoziert fühlt? Warum kann man das nicht einfach zur Kenntnis nehmen und sich entsprechend verhalten, wenn es einen selber nichts kostet?

      Und ja- dann soll dein Bekannter das so machen. Dass ihm bei seinem Engagement niemals jemand einen ähnlichen Input wie mir verschafft hat, wundert mich. Aber dann soll er es eben so machen und niemand sollte es ihm verbieten.

      Meine Freunde fanden das ja wie gesagt auch keine rassistische Aneignung und sind auf niemanden zähnefletschend losgegangen...aber siehe oben.

    14. Michael Praschma
      Michael Praschma · vor 12 Tagen

      @Marcus von Jordan – auch mit Verweis auf den Exkurs von @Dirk Liesemer: Erstens, wir sind da nah genug beieinander, dass wir das so stehen lassen können. Zweitens, mitunter scheint mir*, dass mehr Energie dafür draufgeht, Leute auf Liinie zu bringen, die eigentlich – wenn auch mit Streifen – dem eigenen Lager angehören, als dass man überlegt, was man mit Hardcore-Gegnern anfangen kann.
      (* …das kann natürlich ein Bubble-Eindruck sein.)

    15. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 9 Tagen

      @Marcus von Jordan Heißt das, wer sich provoziert fühlt, hat immer recht?

    16. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 9 Tagen

      @Thomas Wahl nein, das heißt es nicht. Das heißt, dass wenn jemand sein Gefühl äußert und jemand anders sagt "ist für mich nicht relevant" , dann ist das Gespräch zu Ende. Und es fängt nur an, wenn der andere erst mal sagt "ich akzeptiere, dass du dich provoziert fühlst und bin bereit damit umzugehen".

    17. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 9 Tagen

      @Marcus von Jordan Ja, das ist aber eine Plattitüde im persönlichen Umfeld. Im sozialen Gesamtraum funktioniert das m.E. so nicht. Da sind doch ganz andere Prozesse am Werken - politische Machtkämpfe unter Gruppen (auch der Betroffenen) z.B.. Legitimation der Sprecher etc.. Die Postulierung von Betroffenheit ist in dieser Ebene (und nicht nur da) auch ein politisches Instrument und nicht immer uneigennützig oder positiv. Und da müssen geäußerte Gefühle auch immer der rationalen Analyse unterzogen werden. Wir sind ja keine reinen Gefühlswesen und das allgemeine, wechselseitige Ausblenden von Gefühlen und Vorurteilen wird nicht funktionieren. Das führt glaub ich, nur zu allgemeiner Verklemmtheit. Keine Ehe dürfte so funktionieren und Staaten erst recht nicht. Aushandelungsprozesse zu Kompromissen wäre vielleicht der demokratische Weg.

    18. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 9 Tagen

      @Thomas Wahl ich finde das keine Plattitüde...und ich kann dir auch nicht ganz folgen. Man kann aber glaube ich nicht seiner persönlichen Betroffenheit mit solchen theoretischen und allgemeinen Betrachtungen entgehen - das wird den, den du provoziert hast wenig interessieren. Ungefähr so wie die Trump Wähler die verbesserte globale Impfquote.
      (OMG...jetzt kriegen wir die Kommentarspalten durcheinander!)

    19. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 9 Tagen

      @Marcus von Jordan Das Wort Plattitüde ist vielleicht schlecht gewählt. Ich meine, das dieses Rücksichtnehmen im privaten gegenüber ganz gut funktionieren kann.
      Im großen aber nicht. Ich fühle mich sehr oft provoziert und weiß doch, dass dies in einer Demokratie in weiteren oder engeren Grenzen unvermeidlich ist. Und mal ganz ehrlich, warum sollte einen armen Trump-Wähler ohne Versicherung die verbesserte globale Impfquote interessieren?

    20. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 9 Tagen

      @Thomas Wahl aber das war deine Entgegnung Thomas. Dass es global ja gar nicht so schlecht aussieht...

    21. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 9 Tagen · bearbeitet vor 9 Tagen

      @Marcus von Jordan Das war die Entgegnung auf die Feststellung, das global alles immer schlimmer würde. Und das tut es nicht. Aber nicht deswegen, weil alle immer global denken und handeln. Ein so zentral-getriggerter Prozess würde nicht funktionieren. Es gibt gar keine Institution, die das leisten könnte. Sondern weil Staaten lernen besser zu werden, bei allen Problemen und Rückschlägen. Und sich oft auch gegenseitig wahrnehmen und kooperieren.

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