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Klima und Wandel

Studie: 1,5-Grad-Grenze ist „derzeit nicht plausibel“, aber ...

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerFreitag, 02.07.2021

Die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, sei zurzeit „nicht realistisch zu erwarten“, erklärt ein interdisziplinäres Hamburger Forschungsteam nach einer aufwendigen Analyse. Das Novum an dieser Analyse: Die Forscher:innen begnügen sich nicht damit, wie etwa der Weltklimarat IPCC, nur zu prüfen, ob und wie die 1,5-Grad-Grenze überhaupt einzuhalten ist, sondern es geht darum, wie plausibel die Einhaltung ist.

Das ist ein enormer Unterschied. Denn was bringen verbesserte Klimaziele und vollmundige Programme, wenn die Gesellschaft nicht mitzieht?

Warum zweifeln die Forscher:innen also? 

„Das liegt weniger an den technisch-naturwissenschaftlichen Faktoren, die sind weitestgehend da. Es fehlen vor allem die Voraussetzungen und nötigen Entwicklungen in der Gesellschaft“, sagt Anita Engels, Soziologie-Professorin an der Hamburger Universität und ebenfalls Co-Sprecherin des Clusters. „Es ist nicht realistisch zu erwarten, dass die gesellschaftlichen Bedingungen die nötigen Veränderungen tragen.“

Dabei gibt es durchaus positive Treiber, zum Beispiel:

  • Initiativen über nationale Grenzen hinweg, wie der Zusammenschluss C-40 globaler Metropolen, die Klimafonds der Weltbank, der europäische Emissionshandel, internationale Umweltgruppen und deren Koordinationsstellen. Oder die Organisation SBTI, die Firmen dazu bringt, sich Klimaziele im Einklang mit wissenschaftlich verankerten Daten zu geben;
  • das Schaffen von Wissen über Ursachen, Folgen und Lösungen der Klimakrise, zum Beispiel durch den Weltklimarat IPCC und Institute wie in Wuppertal oder Potsdam sowie durch Sammlungen von Ideen und Ansätzen wie bei den „Geschichten des Gelingens“ von futurzwei.org.
  • die Divestment-Bewegung, die den Firmen im Fossile-Energien-Sektor die Finanzmittel entziehen will, was zum Beispiel Städte wie Köln oder London, der Versicherer Allianz oder der Großinvestor Blackrock angekündigt, aber nicht unbedingt konsequent umgesetzt haben.

Der Text ist meine unbedingte Leseempfehlung fürs Wochenende. Der Inhalt könnte auf den ersten Blick entmutigend wirken. ABER er beschreibt eben auch, dass es wirklich an jedem einzelnen liegt, den noch nicht ausreichenden gesellschaftlichen Druck zu entfesseln.

„Nicht plausibel“ ist allerdings ein vorläufiges Urteil: Das Cliccs-Team versteht seine Aussage als „Weckruf“, dass die zehn untersuchten gesellschaftlichen Faktoren wachsen und sich vernetzen müssen. „Es wird zum Beispiel darauf ankommen, wie stark Klimaproteste nach COVID-19 den Druck auf die Regierungen aufrechterhalten können“, sagt Engels. Auch Klimaklagen, wie vor kurzem das Urteil in den Niederlanden gegen Shell oder der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts, dass eine ehrgeizige Klimapolitik die Freiheitsrechte künftiger Generationen schützen muss, spielen eine wichtige und zunehmende Rolle.

Offenlegung: Ich bin selbst Teil von RiffReporter.de. Solche Texte, wie die meines Kollegen, werden ermöglicht durch zahlende Leser*innen. Bitte unterstützen Sie uns durch ein Abo

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