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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Donnerstag, 03.10.2019

Moorbodenschutz im Klimapaket: Ein Langzeitspeicher für CO2

Seit die Große Koalition das so genannte Klimapaket vorgelegt hat, hagelt es von Klimaforschern und Ökonomen Kritik. Die Moorexpertin und Ornithologin Franziska Tanneberger vom Greifswald Moor Centrum, einem Gemeinschaftsprojekt unter anderem der Universität Greifswald und der Succow-Stiftung, findet darin hingegen einen leisen Hoffnungsschimmer. Denn: In dem Regierungsdokument steht, dass der Moorbodenschutz verstärkt gefördert werden soll.

Warum ist das wichtig? Torfmoose und andere Moorpflanzen entnehmen der Atmosphäre Kohlendioxid, wenn sie wachsen und speichern es, wenn sie sich in Torfboden verwandeln. Der umgekehrte Prozess läuft, wenn Torf austrocknet oder für den Gebrauch in Gärten abgebaut wird. Dann wird CO2 freigesetzt.

Würde man ausgetrocknete Moore wiedervernässen, kommt ein Prozess in Gang, der in Zeiten der Klimakrise kaum wertvoller sein könnte:

Die Torfmosse entziehen der Atmosphäre wieder Kohlendioxid und speichern den Kohlenstoff als Torf im Boden. Bäume, eine weitere „natürliche Lösung" im Kampf gegen die Erderhitzung, sind im Vergleich nur kurzfristige Speicher des Kohlenstoffs. Torf dagegen ist das, was Ingenieure bisher vergeblich technisch zu lösen versuchen: Ein Langzeitspeicher für CO2.

Um die Dimension zu verdeutlichen, präsentiert die Forscherin anschauliche Zahlen:

Die entwässerten Moore in Mecklenburg-Vorpommern emittieren die dreifache Menge des derzeitigen Einsparergebnisses aus Windenergie, onshore und offshore zusammengerechnet.

Was genau die Regierung im Bereich Moorschutz nun tun will, bleibt leider bislang vage.

Tanneberger hat deswegen ein „Faktenpapier Moorklimaschutz“ vorgelegt, das in diesem Text ausführlich vorgestellt wird. Es zeigt: Naturklimaschutz kann extrem effektiv sein, wenn man ihn denn endlich praktizieren würde.

Moorbodenschutz im Klimapaket: Ein Langzeitspeicher für CO2
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