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Wissenschaft und Forschung

Karriere in der Wissenschaft = Befristung und Unsicherheit?

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerDienstag, 15.06.2021
Unter dem Hashtag #IchbinHanna schütten derzeit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Twitter ihr Herz aus. „Ich bin Gordon, 38 Jahre alt, Psychologe und erforsche den Zusammenhang von Schlaf und Gedächtnis. Ich bin seit 2019 Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter und somit von DFG als exzellent gefördert. Dieses Jahr sind meine 12 Jahre um und mein Wert ist laut BMBF erschöpft. #IchbinHanna“, heißt es da etwa. Gemeint sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Hanna ist eine Figur aus einem Erklärvideo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Das Video rechtfertigt die Existenz des Sonderrechts für Arbeitgeber in der Wissenschaft, Stellen zu befristen, mit dem Argument, es solle „nicht eine Generation alle Stellen verstopfen“. Innovation komme nur durch ständige Fluktuation zustande.

Christian Schwägerl hat drei der Personen interviewt, die maßgeblich hinter dem Online-Protest stehen. 

Die Kritik an der großzügigen Befristungspraxis in der Wissenschaft gibt es schon länger. Wir hatten im Herbst 2020 mit der Aktion #95vsWissZeitVG den ersten Twittersturm, wo wir in Anlehnung an den Reformationstag 95 Thesen gegen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz gesammelt haben, um die negativen Folgen für Individuum und Wissenschaft zu verdeutlichen. Das eigentlich schon drei Jahre alte Video vom BMBF hat jetzt einen Nerv betroffen, weil es die Betroffenen, die bis Mitte 40 nicht wissen, wo ihr Lebensmittelpunkt auf Dauer sein wird, als reinen Hohn empfinden.

Die Wissenschaftler*innen stören sich nicht nur an dem herabwürdigenden Wort "verstopfen". Es geht insgesamt um die Arbeitsbedingungen, die das deutsche Wissenschaftssystem jenen bietet, die promovieren oder ihre Promotion gerade hinter sich, aber noch keinen der wenigen Lehrstühle bekommen konnten – und das vielleicht auch nie tun werden. Die Kritik: Der sogenannte akademische Mittelbau wird durch das „Wissenschaftszeitvertragsgesetz“ in kurzfristige Arbeitsverträge, dauerhafte Unsicherheit, Burn-out und das berufliche Aus gezwungen. Das BMBF hält in einer aktuellen Stellungnahme dagegen.

Karriere in der Wissenschaft = Befristung und Unsicherheit?

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