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Klima und Wandel

Goldrausch befeuert Klimakrise: Illegaler Bergbau in Amazonien

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerDonnerstag, 24.06.2021

Die Corona-Pandemie hat einen neuen Goldrausch ausgelöst: Immer, wenn Krisen die Finanzmärkte bedrohen, setzen die Anlegerïnnen vermehrt auf Gold, weil es als inflationssichere Ersatzwährung gilt. Schmuckindustrie, private Investorïnnen, Zentralbanken und Technologieunternehmen. Alle verlangen nach Gold.

Den Preis dafür zahlen beispielsweise die Yanomami. Ihr Land ist mit 96.650 Quadratkilometern größer als Portugal und erstreckt sich entlang der Grenze zwischen Brasilien und Venezuela.

Ulrike Prinz beschreibt in diesem Longread, wie Indigene versuchen, sich gegen den Raubbau an ihrer Heimat zu wehren. Seit dem 10. Mai eskalieren die Zusammenstöße zwischen Goldsuchern und den Yanomami im Bundesstaat Roraima.

„Die Garimpeiros dringen immer weiter in unser Territorium ein. Das setzt uns sehr zu. Die Eindringlinge bedrohen unsere Familien, unseren Wald, die Tiere, die Artenvielfalt, sie verschmutzen die Luft und verseuchen unsere Flüsse”, sagt Dário Kopenawa. Er ist der Vize-Präsident der Yanomami-Organisation Hutukara.

Ihre Situation ist keineswegs eine Ausnahme, denn der brasilianische Amazonas ist voll von illegalen Goldschürfern. Der illegale Bergbau hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen und hat sich vor allem in die weit entlegenen Gebiete gefressen, in indigenes Land und in die Naturschutzgebiete.

Denn je weiter entfernt, desto bessere Chancen haben die Unternehmen auf eine Ausbeutung ohne Störung durch die Behörden, sagt das Instituto Igarapé in seinem Bericht über die Auswirkungen des illegalen Bergbaus auf das Leben in Amazonien.

Diese rücksichtlose Zerstörung der Lebensgrundlage der Indigenen bedroht auch den Rest der Welt. Denn sie schiebt den Wald immer mehr zum „Tipping Point“, also den Punkt, an dem das gesamte Ökosystem Amazonas unwiederbringlich zusammenbricht.

[Offenlegung: Ich bin auch Teil von RiffReporter.de]

Goldrausch befeuert Klimakrise: Illegaler Bergbau in Amazonien

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Kommentare 2
  1. Silvio Andrae
    Silvio Andrae · vor 3 Monaten

    Das ist in der Tat ein Drama, was bei den Yanomami passiert. Mir fällt das Lied "Índio" von Caetano Veloso ein: Und das, was sich in diesem Augenblick allen Völkern zeigt / Wird alle überraschen, nicht, weil es exotisch ist / Sondern, weil es so lange nicht zu erkennen gewesen war / Wo es doch so offensichtlich ist - "Tudo índio, tudo parente" (Nilson Chaves)

    1. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 3 Monaten

      Ohnehin wird viel zu wenig auf die wichtige Rolle von indigenen Menschen beim Klima- und Naturschutz geachtet. Wir bemühen uns bei RiffReporter sehr, diesem Thema eine Plattform zu verschaffen https://www.riffreport...

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