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Medien und Gesellschaft

AP feuert Journalistin. War eine rechte Kampagne der Anlass?

Christoph Zensen
Informationswissenschaft, Medieninformatik, Produktmanagement

#ViewFromSomewhere #MovementJournalism

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Christoph ZensenDienstag, 25.05.2021

So langsam zeichnet sich hier ein Ende ab. AP wird bei ihrer Geschichte bleiben, dass die Ursache für die Kündigung von Emily Wilder in einer Verletzung der Social Media Richtlinien zu suchen ist (sie sagen nicht genau, was Wilder falsch gemacht hat). Leitende Redakteure von AP äußern sich nicht weiter. Die PR-Sprecherin hat längst übernommen.

Wenn man nur einen Text über diese Geschichte lesen möchte, dann diesen hier von Margaret Sullivan.


Was bisher geschah:

11. April: Die Journalistin Emily Wilder landet einen Job bei der Nachrichtenagentur Associated Press (kurz: AP), den sie Anfang Mai in der Stadt Phoenix (gelegen im Bundesstaat Arizona der USA) antreten wird.

10. Mai: Der massive Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf israelische Städte beginnt.

16. Mai: In Gaza-Stadt wird das Bürogebäude der AP – also Wilders neuem Arbeitgeber – durch das israelische Militär zerstört.

17. Mai: Emily Wilder kritisiert den doppelten Standard bei der Zuschreibung von politischem Bias

“objectivity” feels fickle when the basic terms we use to report news implicitly stake a claim. using “israel” but never “palestine,” or “war” but not “siege and occupation” are political choices—yet media make those exact choices all the time without being flagged as biased

18. Mai: Republikanische Studenten der Stanford University beschuldigen Emily Wilder als antiisraelische Aktivistin.

Recently, we discovered that the Associated Press has hired former Stanford anti-Israel agitator, Emily Wilder, who referred to the late Sheldon Adelson as a "naked mole rat" as one of their "journalists."

Der Post bekommt in der rechten US-Twitter-Sphäre viel Aufmerksamkeit und wird von mehreren großen Accounts, wie z.B. von Tom Cotton, geteilt.

19. Mai: Wilder erhält ihre Kündigung.

20. Mai: SFGATE berichtet über den Fall.

"They told me that I violated their social media policy and would be terminated immediately, but they never said which tweet or post violated the policy," she said. "I asked them, 'Please tell me what violated the policy,' and they said, 'No.'"

21. Mai: Die Washington Post berichtet über den Fall.

Wilder was not told which of her social media posts had violated company policy, she said, just that “I had showed clear bias.” 

22. Mai: Wilders veröffentlicht ein Statement, in dem sie Aufklärung über die Hintergründe ihrer Kündigung fordert.

“I am one victim to the asymmetrical enforcement of rules around objectivity and social media that has censored so many journalists — particularly Palestinian journalists and other journalists of color — before me.”

23. Mai: Wilders ehemalige Professorin, Janine Zacharia, steht ihrer Studentin bei

The more urgent matter is the @AP didn't identify a disinformation campaign and react accordingly. In addition to being @vv1wilder’s instructor at @Stanford, last year @GrottoAndrew and I published a playbook for journalists on how to report on disinformation campaigns.

24. Mai: In einem offenen Brief klagen viele Angestellte von AP ihren Arbeitgeber an

We demand more clarity from the company about why Wilder was fired. It remains unclear — to Wilder herself as well as staff at large — how she violated the social media policy while employed by the AP.

24. Mai: Die Chefredakteurin von AP, Sally Buzbee, die in Kürze die Nachfolge von Mary Baron als Chefredakteurin der Washington Post übernehmen wird, gibt an, dass sie in Entscheidung nicht involviert war.

24. Mai: Die Gewerkschaft der Washington Post solidarisiert sich mit Emily Wilder und verlangt Antworten

24. Mai: Buzzfeed berichtet über den Fall.

24. Mai: CNN – Brain Stelter – berichtet über den Fall.

24. Mai: Columbia Journalism Review – Jon Allsop – berichtet über den Fall.

25. Mai: The Intercept veröffentlicht internes Memo der leitenden Redakteure an die AP-Belegschaft

25. Mai: Emily Wilder und Janine Zacharia geben Democracy Now ein ausführliches Interview

26. Mai: Jon Schwarz von the Intercept zeichnet die Geschichte von AP nach

26. Mai: AP wird seine Social Media Policy überarbeiten und Anfang September mit der Belegschaft abstimmen

26. Mai: In einem internen Townhall-Meeting räumen leitende Redakteure Fehler ein, aber bekräftigen die Entscheidung.

27. Mai: Margaret Sullivan – Washington Post – ist mal wieder brillant.

For the Associated Press, the phrase “objectivity in question” cuts deep.

The company’s social media policy, which says that journalists aren’t supposed to express opinions on news topics, was their rationale for cutting her loose. But not everyone bought it.

AP feuert Journalistin. War eine rechte Kampagne der Anlass?

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