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Pop und Kultur

christina mohr
Freie Autorin

Geboren in Frankfurt, heute wieder dort lebend und arbeitend - hauptberuflich für einen Sachbuch- und Wissenschaftsverlag, daneben als freie Autorin für Magazine wie Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de, culturmag.de.

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piqer: christina mohr
Montag, 20.01.2020

Eidingers Aldi-Tasche: Kunst oder Anmaßung?

Klar: Kaum etwas ist so stark der persönlichen und/oder institutionellen Interpretation unterworfen wie der Begriff "Kunst". Selbst Warhols Suppendosen - seit Jahrzehnten "abgesegnet" - sind für manch eine/n nicht mehr als Werbegrafik.

Und apropos Werbung: Seit einigen Tagen explodieren Twitter und andere soziale Medien wegen der - wahlweise geschmacklosen oder genialen - Kooperation Lars Eidingers mit dem Taschenhersteller Bree. Eidinger entwarf für Bree eine stark an das ikonische Aldi-Tüten-Design angelehnte Tasche aus kostbarem Leder, Kostenpunkt € 550,-. In der flankierenden Werbekampagne ließ sich der Schauspieler vor "authentischem" Street-Setting ablichten - in kokettierender "Bag Lady" respektive "Bag Man"-Pose. Fast alle Kommentator:innen finden die Kampagne zynisch und geschmacklos, doch es gibt auch relativierende Beiträge wie zum Beispiel in der FAZ. Dort wird damit argumentiert, dass Eidingers Pseudo-Poorness-Posen nur die Spitze eines Eisbergs der Modebranche seien, siehe ähnliche Kampagnen anderer Luxusmarken wie Balenciaga und Moschino. Aber ist das so einfach? Lässt sich der Vorwurf der Geschmacklosigkeit damit abbügeln, dass es vergleichbare Tendenzen schon lange gibt und Bree/Eidinger nur auf einen trendigen Zug aufspringen? Machen Sie sich selbst ein Bild ...

Eidingers Aldi-Tasche: Kunst oder Anmaßung?
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Kommentare 4
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor 7 Monaten

    Die Kritik und Empörung dreht sich doch nicht um die Kooperation oder diese Tüte oder um die Frage, ob das Kunst ist, sondern darum, dass er vor Obdachlosen fotografiert wurde, die sehr wahrscheinlich nicht um ihr Einverständnis gefragt wurden. Oder hab ich das missverstanden?

    1. christina mohr
      christina mohr · vor 7 Monaten

      Bin mir nicht sicher, ob er mit Obdachlosen fotografiert wurde oder "nur" im entsprechenden Ambiente. Naja, und ich habe es schon so verstanden, dass der Kunstbegriff als Rechtfertigung für dieses Projekt verwendet wird.

    2. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 7 Monaten · bearbeitet vor 7 Monaten

      @christina mohr Das fänd ich schon wichtig zu wissen. Falls es "nur" das Setting ist, wäre das für mich lächerlicher Kommerz-Quatsch, der ja auch leicht als solcher zu enttarnen ist. Wenn tatsächlich eine Werbekampagne vor Menschen fotografiert wurde, find ich das hochproblematisch. (Ich hatte nur gelesen, dass Eidinger wohl schon öfter dafür kritisiert wurde auf seinem Instagram-Profil Bilder von Obdachlosen oder betrunkenen Personen zu veröffentlichen - ohne deren Einverständnis.)

    3. christina mohr
      christina mohr · vor 7 Monaten

      @Daniela Becker Ich finde nur Fotos vor "Ambiente" - ohne Leute. Vielleicht sind die aber auch schon entfernt worden.

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