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Pop und Kultur

christina mohr
Freie Autorin

Geboren in Frankfurt, heute wieder dort lebend und arbeitend - hauptberuflich für einen Sachbuch- und Wissenschaftsverlag, daneben als freie Autorin für Magazine wie Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de, culturmag.de.

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piqer: christina mohr
Donnerstag, 14.03.2019

Der Fall Michael Jackson

In der "TTT"-Sendung vom vergangenen Sonntag (10.3.19) sagte Moderator Max Moor sinngemäß, dass der Fall Michael Jackson, beziehungsweise die durch die Dokumentation "Leaving Neverland" neu aufgeflammte Diskussion um Jacksons mutmaßliche sexuelle Vergehen an Kindern in unser aller Verantwortung fallen würde - schließlich sei entsprechender Verdacht schon vor Jahrzehnten geäußert worden. Echte Konsequenzen seien den Vorwürfen, Jackson sei ein Kinderschänder, nicht gefolgt. Im Gegenteil: die Show sollte weiterlaufen, man wollte Michael Jackson auf den großen Bühnen der Welt sehen - wenige Wochen vor seinem Tod im Juni 2009 schloss der Künstler noch einen Deal über fünfzig Auftritte in der Londoner o2-Arena ab. Die Fans hätten Jackson frenetisch gefeiert, keine Frage - obwohl auch vor zehn Jahren schon oder noch (je nach Sichtweise) Jacksons fragwürdiges Verhalten Kindern gegenüber bekannt gewesen ist.

Nadine Lange analysiert für den Tagesspiegel die aktuelle Berichterstattung - und geht der Frage nach, ob man Jacksons Musik nun noch unbefangen hören könne:

"Wer das alles als Lügengebilde missgünstiger Männer abtun möchte, dem sei das unbenommen. Es gibt keinen neuen juristischen Stand in der Causa Jackson. Alle Fans, die ihn weiterhin anhimmeln und zu seinen Songs feiern möchten, können das tun. Sie sollten aber auch akzeptieren, dass das für andere nicht mehr möglich ist. Aus Respekt vor seinen mutmaßlichen Opfern, aber auch weil sich hier einiges summiert."

Der Fall Michael Jackson
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