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Technologie und Gesellschaft

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
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piqer: Christian Huberts
Donnerstag, 28.03.2019

Auch AI-Gemälde folgen den Regeln des Kunstmarktes

Als das Auktionshaus Christie's ein von einem selbstlernenden Algorithmus generiertes Gemälde für 432.500 Dollar versteigert hat, sorgte das im letzten Jahr für einige Aufmerksamkeit. Zwischenzeitlich ist ein regelrechter Goldrausch entstanden, der zuletzt in die Ausstellung »Faceless Portraits Transcending Time« einer New Yorker Kunstgalerie mündete. Der Medienwissenschaftler Ian Bogost nimmt diese institutionelle Würdigung eines algorithmischen Künstlers zum Anlass, um im The Atlantic über Gegenwart und Zukunft so genannter Artificial Intelligence auf dem Kunstmarkt nachzudenken. Wie zu erwarten, geht es den Protagonisten vor allem um Geld.

If they hadn’t found each other in the New York art scene, the players involved could have met on a Spike Jonze film set: a computer scientist commanding five-figure print sales from software that generates inkjet-printed images; a former hotel-chain financial analyst turned Chelsea techno-gallerist with apparent ties to fine-arts nobility; a venture capitalist with two doctoral degrees in biomedical informatics; and an art consultant who put the whole thing together […]. Together, they hope to reinvent visual art, or at least to cash in on machine-learning hype along the way.

Dass ihre AI hoch dotierte Bilder malt, ist nur der Anfang. Langfristig sollen die Algorithmen lukrative Kunsttrends ausmachen oder Hotelzimmer mit einem endlosen Strom an Kunden-optimierten Wandgemälden versorgen. Was ihre Rolle an Galeriewänden angeht, sieht Bogost jedoch eher schwarz. Wie schon Fraktalkunst zuvor, wird wohl auch AI Art nicht dauerhaft in der Aufmerksamkeitsökonomie des Kunstmarktes bestehen können.

For now, the AI look is interesting and novel, but it will always be an aesthetic bound to a particular time period. The trappings of machine learning look fresh and interesting today, but soon they too will become tiresome, like NTSC-video scan lines and JPEG compression artifacts did after they ceased to be novelties brought into the gallery.
Auch AI-Gemälde folgen den Regeln des Kunstmarktes
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