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Reportagen und Interviews

Die (wirkliche) deutsche Verantwortung für den Krieg in der Ukraine

Christian Gesellmann
Autor und Reporter

Geboren 1984 in Zwickau, Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Jena und Perugia. Volontariat bei der Tageszeitung Freie Presse, anschließend zweieinhalb Jahre als Redakteur in Zwickau. Lebt als freier Autor in Leipzig und Bukarest. Quoten-Ossi bei Krautreporter.

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Christian GesellmannMontag, 09.05.2022

Nachdem sie in Kiew analytische Chemie studierte, zog Asia Bazdyrieva nach New York und studierte Kunstgeschichte. Gemeinsam mit der Filmemacherin Solveig Suess gründete sie dort das Projekt Geocinema, das die Sensorik globaler Informationsnetzwerke ergründet. Auf ihrem Instagram-Profil führt sie Tagebuch über den Krieg in ihrem Heimatland Ukraine, poetisch, erschütternd, manchmal sogar witzig, berichtet sie vom Alltag des Nichtalltags in Kiew – ihre Beobachtungen stehen auf einem fundierten Wissen über die Geschichte und Geographie der Ukraine – diese ist eine Geschichte der Kolonialisierung und jene eine der peripheren Existenz zwischen Deutschland und Russland. Beides resultiere – und das ist der Punkt, den Bazdyrieva in diesen Essay macht – darin, dass die Ukrainer, wie andere Osteuropäer, zu einer Subklasse von Menschen gemacht wurden, dass sie entmenschlicht worden sind. Wird es hier auch um die deutsche Verantwortung für diesen Krieg gehen? Ohja. 

Der Essay beginnt mit der Frage: Wer wird den deutschen Spargel ernten? Der Essay wird auch in Erinnerung bringen, dass die Eroberung der Ukraine das zentrale Ziel der Nazis im Zweiten Weltkrieg war. Hä? Ja. Dieser Essay sollte einen großen Beitrag dazu leisten, dass wir Deutschen verstehen, dass das Versagen der deutschen "Russlandpolitik" nicht auf intellektueller Dürftigkeit gründet, sondern auf Rassismus.  

Western Europeans have never regarded Eastern Europeans as human enough; they are merely a resource that qualifies for a long list of services. When Covid regulations restricted peoples’ movement, some Eastern European workers were allowed to cross the EU border to harvest German Spargel (white asparagus). For decades, Western Europeans have cast Eastern Europeans as bodies that perform cheap labor—bodies to prostitute, bodies made to sustain the pollution of the West’s outsourced industries; they are to wear second-hand clothes from the EU and drive old cars that are no longer considered safe or ecological. They are the buffer zone, they are the production site, they are “developing,” they don’t have a political voice, they are to be helped because they form a lower stratum whose presence is needed to serve those of a higher stratum. So, the reason for this unprecedented support from the West, at least when it comes to sending weapons and accepting certain refugees, is not only that most Ukrainians are read as white, but also because they, too, belong to the category of the inhuman.
Die (wirkliche) deutsche Verantwortung für den Krieg in der Ukraine

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