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Chandra Esser
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Chandra Esser
Community piq
Dienstag, 16.04.2019

"Freedom? Don't you dare use this word if it doesn't apply to women."

Kleiner Reminder von Suzanne Moore für die NewStatesman: 

Bevor Julian Assange als Märtyrer der Pressefreiheit gefeiert wird, dem man natürlich beisteht wenn man mit anti-imperialistischen Positionen sympathisiert und auch sonst moralisch auf der richtigen Seite steht, sollte man sich vielleicht nochmal vor Augen führen, dass Schwedische Behörden 2010 einen internationalen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt haben wegen sexueller Nötigung und sexueller Belästigung in zwei Fällen. 

Diese Tatsache wird an vielen Stellen entweder in einem Nebensatz abgehandelt (weil man sich nach den vielen Diskussionen rund um #Metoo endlich mal wieder den wichtigen Dingen des Weltgeschehens zuwenden möchte) oder als Schmutzkampagne gegen Assange gewertet. 

Dass Assange als ausgesprochener Anti-Feminist, der irgendwann dazu überging Informationen über alles und jede*n zu Veröffentlichen, die gegen alles und jede*n verwendet werden konnten - unter anderem gegen Homosexuelle in Saudi-Arabien, Informant*innen auf beiden Seiten des Blocks und Vergewaltigungsopfer - und  der sich nicht zu Schade dafür war, mit erklärten Anti-Semiten zusammenzuarbeiten, dass man jedenfalls nochmal kurz innehalten und überprüfen könnte, wessen schmieriges Zuzwinkern hinter dem Autofenster nach der Festnahme in London hier gerade zum 'Most Iconic Photo' für Pressefreiheit gekürt wird - könnte man das nicht erwarten?

"It looks like sexual assault against women is somehow irrelevant, and human rights don’t mean women’s rights." 

"Freedom? Don't you dare use this word if it doesn't apply to women."

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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor mehr als ein Jahr

    Moores Zorn ist überdeutlich und ich möchte sicher nicht sagen, dass er unberechtigt wäre. Aber 1. habe ich das zumindest in unserer Presse überhaupt nicht so wahrgenommen, dass Assange da unkritisch als Märtyrer der Pressefreiheit laufen würde - im Gegenteil schien mir die Auseinandersetzung mit seiner Person schon seit der Eskalation um wikileaks sehr kühl und distanziert. Was mich zu 2. führt, nämlich dass man das vielleicht mindestens als JournalistIn trennen muss: Assange als Mensch und Assange als Schlüsselfigur in einem völlig neuen, politischen Szenario. 3. wäre noch meiner Unbildung geschuldet vielleicht, aber wenn man so konkrete Vorwürfe mit seinem Handeln verbindet (ich meine jetzt alles außer den schwedischen Anklagen), wäre ich froh gewesen um entsprechende Verweise - oder ist es Allgemeinbildung, dass er antisemitisch und antifeministisch ist und Homosexuelle, Informanten und Vergewaltigungsopfer ans Messer geliefert hat?

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