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Björn Erichsen
Journalist

Norddeutscher. Lebt seit über 15 Jahren in Hamburg. Arbeitet für große Magazine und TV-Sendungen. Freischreiber by heart. Bildet an der Akademie für Publizistik Volontäre aus.

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Björn Erichsen
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Sonntag, 25.09.2016

Heinz Bonn: HSV-Profi, schwul, ermordet — und vergessen

Heinz Bonn wurde nur 44 Jahre alt. 1991 wurde der homosexuelle Ex-Fußballer bestialisch mit 50 Messerstichen getötet. Zu der Zeit war Bonn schon lange nicht mehr aktiv und in Hannover ins Rotlicht-Milieu abgerutscht. Der Täter wurde bis heute nicht gefunden.

Was diese alte Geschichte mit Hamburg zu tun hat? Bonn war Anfang der 70er Jahre Fußballprofi beim HSV, war sogar Publikumsliebling in Hamburg, der begabte Rechtsverteidiger schien vor einer großen Karriere zu stehen. Doch daraus wurde nichts, Verletzungen warfen ihn zurück, auch sein Doppelleben kostete viel Energie.

Nach seinem mysteriösen Tod verzichtete der Club auf jegliche Stellung- oder Anteilnahme. Das ist ein Grund dafür, dass selbst eingefleischte HSV-Anhänger (so wie ich) nie wirklich etwas von Heinz Bonn gehört haben. Bis zu der großartigen Sportclub-Reportage von Andreas Becker, in der der Autor den wechselhaften Lebensweg von Bonn nachzeichnet. Zu Wort kommen auch ehemalige Mannschaftskameraden, wie etwa Uwe Seeler, der aus einer Zeit berichtet, als man über Homosexualität besser geschwiegen hat, nicht nur als Fußballprofi.

Heinz Bonn: HSV-Profi, schwul, ermordet — und vergessen
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