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Zukunft und Arbeit

"Das Ganze hat System."

Bettina Schnerr
Journalistin, Buchbloggerin & überhaupt: alles Text!
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Bettina SchnerrMittwoch, 06.02.2019

Schwangere werden vor der Geburt an Krankenhäusern abgewiesen? Das kann eigentlich nicht sein, sollte man meinen. Liest man das Interview mit Maike Manz, die gerade ihren Job als Chefärztin für Geburtshilfe und Pränatalmedizin gekündigt hat, dann wundert man sich nicht mehr so sehr über solche Zeitungsmeldungen. Sie erklärt, wie die Finanzierungsstrukturen auf Leistungen und Organisation drücken.

"Krankenhausleistungen werden ... nach dem sogenannten G-DRG-System bezahlt, .... Diese Vergütungsweise belohnt beziehungsweise bezahlt überwiegend medizinische Eingriffe. Versucht man diese zu vermeiden, was sich ja gerade bei der Geburt die meisten Frauen wünschen, gibt es weniger Geld. Präsent und aufmerksam zu sein, was letztlich die hohe Kunst in Geburtshilfe ist, wird finanziell bestraft."

Das Problem, das sich daraus in vielen Kliniken ergibt, ist die veränderte Berechnung, wie sich eine Abteilung finanziert.

Da wird der Personalschlüssel einer Abteilung daraus berechnet, wie viel ein Arzt erwirtschaften muss, um seine Stelle zu rechtfertigen. .... Um seriöse Geburtshilfe zu betreiben, muss immer ein Oberarzt im Haus sein. Das sind aber enorme Personalvorhaltekosten, die im Vergütungssystem nicht einkalkuliert sind.

Was ist das für ein Gesundheitssystem, in dem Geburten sich "lohnen" müssen?

"Das Ganze hat System."

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Kommentare 2
  1. Clara Westhoff
    Clara Westhoff · vor mehr als 3 Jahre

    Dass die Krankenhäuser mehr Geld für Geburten mit medizinischen Eingriffen bekommen als für Geburten ohne, ist wirklich erschreckend. Wie Dr. Manz so treffend sagt: "Präsent und aufmerksam zu sein, was letztlich die hohe Kunst in Geburtshilfe ist, wird finanziell bestraft." Wichtiges Thema und wichtiger piq!

    1. Bettina Schnerr
      Bettina Schnerr · vor mehr als 3 Jahre

      Vielen Dank für das Feedback!
      Derzeit hört man von diesem Topic ja öfter und ich finde es nicht nur erschreckend, wie Geburten abgehandelt werden; es ist schlicht ein Unding. Das ist eine Zeit für Frauen & Familien, in der weitaus mehr Unterstützung notwendig ist, als das von den Vorschriften anerkannt wird.

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